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3 (1842) I - O
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Liegnitz.

III. Wolf Kaspar auf Conradsdorf und Ueberschaar, des liegnitz-sclien Fürstenthums im liaynauisclien Weiclibilde, königl. Land-Hofrich-ter. Gemahlin Freiin Helena Juliana, geborne von Sack und Lübi-chen auf Sahitz u. s. w., vermälilt 1720 am 12. Juni. Von ihr gebo-ren: Anna Magdalena, geh. 1721. Mens. Mai.

Der letzte Freiherr v. L. starb, so viel uns bekannt ist, durcheinen unglücklichen Fall, den er in das Feuer seines Kamins that.Im weiblichen Stamme erlosch das Haus gänzlich mit Sophie Juliane,Freiin v. Liedlau, vermählt an den Geheimen Rath Freiherrn vonSchweinitz auf Kl. Krichen, Alt-Räuden u. s. w. Sie starb am 11,März 1796. Man findet ihren Nekrolog im schlesischen l'rovinzial-lilatt, 1796 Aprilstiick S. 119. Die Gelschauer Güter kamen durch JulianeElisabeth, Freiin v. L., vermählt an den Grafen Ludwig Conrad v.Gessler auf Käben, zuerst an einen Sohn des gedachten Grafen vonGessler. Er hatte sich in zweiter Ehe mit einer Berlinerin, NamensBischkop, verbunden, die nachmals einen Major v. Schmeling heira-thete und von diesem wieder geschieden worden ist. Sie hatte keineKinder von dem Grafen, und die Güter sind in fremde Hände ge-kommen.

Die v. L. führten im blauen Schilde drei mit den Griffen in ein-ander geschlossene silberne Schlüssel, deren zwei über sich auf beideRicken des obern Schildes, der dritte aber gleich herunter an die Spitzedes Schildes gerichtet sind. Auf dem Helme ist ein stillsitzender Fuchsmit aulgerecktem Wedel oder Feder dargestellt. Auf dem Kopfe des-selben stehen drei Hahnenfedern, die mittelste silbern, die folgendenzwei blau. Die mittelste und die vordere sind beide zur Seite iiber-gebogen. Die Helmdecken sind silbern und blau. Siebmacher giebtdieses Wappen, 1. S. 51, und v. Meding beschreibt es, I. S. 481. DieFamilie wird erwähnt im Sinapius, I. S, 596 — 600 u. II. S. 368 u. f.Zedlers Univ. Lex. XVII. S. 1015 —19. Gaulle, I. S. 903.

Liegnitz, die Fürstin von.

Auguste, Gräfin v. Ilarrach, geboren am 30. August 1800, eineTochter des Grafen Ferdinand v. Ilarrach, jüngerer Linie, und deram 8. Juni 1830 verstorbenen Freiin Christiane v. Raysky, vermähltseit dem 9. Novbr. 1824 (in morganatischer Ehe) mit Friedrich Wil-helm III., jetzt regierenden Königs von Preussen Majestät, wurde vonAllerhöchst demselben bei dieser Gelegenheit zur Fürstin v. Liegnitzund Grälin v. Hohenzollern erhoben.

Das dieser Fürstin bei ihrer Erhebung beigelegte Wappen ist qua-drirt lind mit einem Herzschilde versehen. Die Felder 1 und 4, ebenso wie der Schmuck des ersten Helmes, zeigten ein silbern und rothesSchach aus dem Wappen der alten Herzöge von Liegnitz. Die Fel-der 2 und 3 sind schwarz und silbern geviertet. Das Herzschildleinenthält den schwarzen pretiss. Adler in Silber; .derselbe steht auch aufder Krone des mittlem Helmes, und aus der Krone des dritten wächstder Kopf und Ilals einer in Schwarz und Silber gevierteten Dogge.Die Helmdecken rechts rotli und silbern, links silbern und schwarz,und an den Kronen auf beiden Seiten aufgesellürzt, so dass die Zi-pfel, wie Flügel an den Kronen hervorragen. Zu Schildhaltern sindzwei wilde, am Haupte und an den Hüften grün begränzte, bärtigeMänner gewählt, die in den freien Händen Keulen halten. Das Ganzeist mit einem fürstlichen Hermelinmantel, der oben mit einer Fürsten-krone bedeckt ist, umgeben.