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Liedlau.
sten ans. — Ein nocli herrlicheres Denkmal, als jenes des FürstenWenzel von Erz im Wiener Zenghause, ist die Stelle des Armeebe-fehls des Erzherzogs Generalissimus vom 24. Mai, der unter densämmtlich der öffentlichen Dankbarkeit würdigen „Soldaten von Aspern"den Fürsten ganz allein vorzugsweise nennt. „Der General der Ca-vallerie, Fürst Johann v. Liechtenstein, hat seinen Namen verewigt.Dieses Gefühl und meine warme Anhänglichkeit an seine Person ver-bürgt ihm die Dankbarkeit unsers Monarchen. Ich kann ihm nur mitdem öffentlichen Ausdrucke meiner Achtung lohnen." — Eben so hel-denmüthig stritt der Fürst am 5. und 6. Juli in der Riesenschlacht beiWagram. Er erhielt den Oberbefehl des Heeres, als der ErzherzogKarl denselben zu Littau am 31. Juli 1809 niederlegte. Ihm wurdeauch das schwere Opfer, am 14. October, am Jahrestage des westphä-Iischen Friedens, den Wiener Frieden zu unterzeichnen mit Cbam-pagny, dem Herzoge von Cadore. Für die von schweren Zahlungenabhängige frühere Räumung Wiens und Oesterreichs bot der Fürst dendortigen Wechselhäusern all sein ungeheures liegendes Vermögen alsUnterpfand. — Von dem an war es dem Fürsten vergönnt, einmalauch sich selbst und den Seinigen zu leben. — Iin Befreiungskriegehat er nicht mehr mitgestritten.
Lied lau, die Freiherren und Herren von.
Das alte ansehnliche, im vorigen Jahrhunderte erloschene Ge-schlecht der v. Liedlau gehörte zu der vornehmen Ritterschaft in Schle-sien und Böhmen.
Sehr bekannt ist der Sinnspruch: Familia de Liedlau ex priscaiidelitate (die von Liedlau Männer von alter deutscher Treue). DieseWorte stehen auf einem Schilde, das über der Orgel der Domkirche zuGr. Glogau hängt. Ein tapferer Ahnherr des Geschlechtes, Matthiasde Liedlau, pflanzte 1187 zuerst die kaiserliche Fahne Friedrich II.auf die erstürmten Mauern von Halle, er erhielt dafür den Feder-schmuck ins Mappen.
Schon vor dem Jahre 1000 wurden die Ritter dieses Hauses beiden Turnieren zu München und Regensburg zugelassen. Auf dem er-steren erwarb Daniel v. Liedlau das Kleinod und hatte dafür den Vor-tanz mit des Grafen zu Stolberg Tochter. Schon 1077 kommt Chri-stoph von Liedlau vor, der mit Kaiser Heinrich IV. nach Welschlandzog und zu Ferrara starb. — Kaspar v. Liedlau wurde mit einigenandern vornehmen Rittern vom Herzoge Heinrich dem Löwen ins ge-lobte Land geschickt. — Conrad v. Liedlau zog mit dem Kaiser Frie-drich II. ins gelobte Land, ward mit der goldenen Gnadenkette ge-schmückt, und vermählte sich nach der glücklichen Heimkehr mit ei-ner reichen Freiin v. Waldstein aus Böhmen. Dadurch gelangte die
E'amilie in hohen Wohlstand. Er starb zu Wien um das Jahr 1250.
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Bernhard v. Liedlau war 1271 in hohen Gnaden beim Kaiser Ru-dolph v. Habsburg. — Melchior und Wilhelm v. Liedlau wurden vonjenem Kaiser zu wichtigen Gesandtschaften verwendet.
Albrecht v. Liedlau kam mit Ludwig, König von Ungarn, bei Mo-liacz ums Leben, und liegt bei Weissenburg begraben.
Matthias v. Liedlau war König Ferdinands II. und Maximilians II.Berghauptmann in Böhmen, er starb 1570. — Georg v. Liedlau warOber-Kriegscommissarius in Böhmen, und starb 1589. — Andreas v.Liedlau starb 1013 als Ober-Grenzcommissarius in Böhmen. In Sohle-