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3 (1842) I - O
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Liechtenstein.

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(3. Decbr. 1800, wo die Franzosen bereits umgarnt waren, und dieVernachlässigung der Wasserburger Strasse und das Verirren Riche-panses nach Watterpüt den Ausschlag gaben) den Rückzug deckte, undbei Salzburg (14. Decbr.) den allzu rasch verfolgenden Lecourbe undDecaen eine eingreifende Lehre ertheilte, gab ihm das Grosskreuz desTlieresienordens, wie Würzburg das Cominandeurkreuz.

Am 24. März 1805 erfolgte der erblose llintritt seines Bruders,des Fürsten Aloys, und Fürst Johann trat die Regierung an. Dasllaus Liechtenstein hat beinahe 1 Million Seelen, nahe an 1000 Dör-fer, über 40 Städte, Städtchen und 70 Flecken. Fürst Johann hat20 grössere und kleinere Herrschaften erworben. Er hat beide Stamm-burgen des Hauses, das österreichische Liechtenstein bei Mödling unddas steierische Liechtenstein bei Murau, wieder zurückgebracht. —Sieben Monate nach des Fürsten Regierung geschah das Unheil beiUlm. Er lag auf dem Krankenbette zu Feldsberg. Ein schmeichel-haftes Handschreiben des Kaisers machte ihn mit der Gefahr des Va-terlandes und der Ivaiserstadt bekannt, und übergab ihm den Belehlüber einen aus Trümmern und aus sechs Bataillonen erst zu schaf-lenden lleereshaufen. Wie er jenes Häuflein ermuthigt, wie er, mitder Gesichtsrose behaftet, doch stets an der Spitze der Truppen ge-blieben , wie er bei Austerlitz (2. Decbr. 1805) gelochten, dass er innamenloser Verwirrung den Rückzug gedeckt, Hut und Kleider vonKugeln durchlöchert, mehrere Pferde unter ihm getödtet oder verwundetwurden, ist bekannt. — Er erhielt in der Nacht darauf einen Waffen-stillstand für die durchbrochenen, abgeschnittenen, in völliger Derouteflüchtigen Russen, und leitete die erste Unterredung zwischen denKaisern Franz und Napoleon bei der Czeitscherrnühle ein. — Er un-terzeichnete am 26. Decbr. 1805 mit Talleyrand den Presburger Frie-den. — 1806 wurde er commandirender General ob und unter derEnns, und Commandant von Wien. — Der Einzige aller kleinen'Reichsfürsten, wurde er nicht mediatisirt, sondern Liechtenstein demrheinischen Bunde zugezählt, ohne sein Zuthun, ja ohne sein Vorwis-sen, so wie er, als Buonaparte (der unverhohlen eine hohe Achtungfür seine Kriegstugend aussprach) neben anderen Verheissungen, imLaufe der pressburger Unterhandlungen, auch Liechtensteins „vertrags-mässige und vollkommene liquide Forderung" von mehr als 1 Mil-lion Gulden schwerer Münze auf Ostfriesland zur Sprache brin-gen liess, ohne Weiteres davon abbrach, ohne ihr früher oder späterdie mindeste Folge zu geben. In den grossartigen Vorbereitungen zudem unvergesslichen, acht nationalen Kampfe des Jahres 1809, des Jah-res der Landwehr, des Tyrolerkrieges, des Jahres von Aspern, ist desFürsten Thätigkeit olfenkundig. Ihm wurde das Grenadier- und Ca-vallerie-Reservecorps anvertraut. Ihm ergab sich (20. April 1809) Re-gensburg. Dadurch wurde die Verbindung mit dem kleinen Heere Bel-legarde's und Kolowrafs, jenseits der Donau, in einem Augenblickehergestellt, als Oesterreichs Hauptmacht bei Hausen, Rohr und Lands-hut durchschnitten, in der linken Flanke und im Rücken bedroht, ineinzelnen Gefechten versplittert, immer mehr mit den Rücken an dieDonau gedrängt, seine Hauptverbindung, Subsistenz und jede Opera-tionsbasis äusserst gefährdet war. Bei dem bedenklichen Uebergangeauf das linke Donauufer (23. April) hielt vorzüglich der Fürst denMuth der österreichischen Reiterei aufrecht, und warf sich mehrmalsmit wenigen Zügen Kürassieren, einmal im Platzregen ohne Hut, aufdem ersten besten fremden Rosse, mit einem fremden Pallasch, mittenin den iibermüthigen Feind. Wie bei Aspern sein Allen wohlbekann-ter krummgebogener Federbusch, recht mitten im Gedränge, als eineWarte der Zuversicht geweht, spricht die allbekannte Relation am be-