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Liechtenstein.
1792 —1797, ferner 1799 und 1800, endlich 1805 und 1809) verlorFürst Jobann, stets von Lust und Hitze ins wildeste Gemetzel hinein-gezogen, 23 Pferde unter dem Leihe, ohne ein einzigesmal verwun-det oder je gefangen worden zu sein. Nur allein bei Wagram erhielter eine leichte Contusion durch den Sturz vom erschossenen Pferde. —Einzig in der Geschichte der Reitergefechte war jenes vor Bouchain1793, wo er mit seinen Pappenheimern, mit einigen Kürassieren undHusaren, ohne Fussvolk, auf Vorposten stand, und der Feind mit10,000 Infanterie, 7000 Pferden und 12 Kanonen ihn aufheben wollte,der Fürst aber wie ein Donnerkeil zuerst die Reiter ins Weite zer-sprengte, dann sich selbst, der Erste, von oben, in das Carre dererschrockenen Infanterie stürzte; 4000 Leichen lagen auf dem Wahl-platze, der Rest streckte mit Geschütz und Trophäen die Watren. —1791 machte er einen ähnlichen Chok auf das feindliche Lager beiMaubeuge, und wurde General. W'enige Tage nach dieser Erhöhungritt er, Verschiedenes in Feindes Nähe selbst zu erkunden, mit einereinzigen Ordonnanz bei einbrechender Dämmerung durch den Wald.Dem Saume desselben nahe gekommen, nahm er mit Erstaunen ein ingeringer Entfernung aufgestelltes feindliches Regiment leichter Pferdegewahr, und weiter rückwärts in der Ebene Infanteriemassen, wahr-scheinlich zu einem nächtlichen Ueberfalle. Zwischen der Gefangen-schaft und einem kecken Einfalle blieb keine Wahl. Wahrnehmend,er werde in seinem blauen, reich mit Gold verbrämten Mantel für ei-nen französischen General gehalten, befahl er der Ordonnanz, sichzwischen den Bäumen möglichst zu bergen, und rief den an der Frontheruntersprengenden Obersten mit ein paar französ. Worten zu sich ; die-ser kam auch sogleich heran, seinen vermeintlichen General schon vonWeitem salutirend. „Sie sind mein Gefangener", sprach der FürstJohann, ergriff an der einen Seite des Rosses Zügel, die Ordonnanz aufder anderen, und sq jagten sie mit ihm in solcher Sturmeshast davon,als wäre des Obersten Pferd durch Zauberkunst mit ihnen in verrä-therischem Bunde gegen seinen eigenen Herrn gewesen. — Im Feld-zuge von 1796, von dem kaiserl. Feldherrn selbst beschrieben, schim-merte des Fürsten Name an den Tagen von Heidenheim, Forchheim,Bamberg und vorzüglich vor Würzburg, wo er mit der leichten Ca-valierie überflügelte und mit der schweren die feindlichen Massendurchbrach, dass alle Bemühungen Jourdans, sie wieder zum Stehenzu bringen, fruchtlos blieben. 1797 richtete der Fürst bei Rastadtmehrere französische Reiterregimenter zu Grunde; 1799 nahm er sichdas scl'.önste Blatt aus dem Lorbeer der zwei wichtigen Tage an derTrebia (18. und 19. Juni), welche die Vereinigung Macdonalds unddes Heeres aus Neapel mit jenem von Oberitalien unter Moreau verei-telten, und dem Feinde über 20,000 Mann kosteten. Kr war eben an-gekommen, war noch gar nicht eingetheilt, war schmerzvoll krank,focht bloss in heroischer Ungeduld als Volontair mit, und — entschied!Wie bei Würzburg der Erzherzog Karl, so bot dem Fürsten hier Su-warow seine Umarmung vom kleinen Kosackenpferde herunter, imHemde, mit herabhängenden Strümpfen und offener Halskrause, denKantschu statt des Marschallstabs in der Hand. Fürst Johann hatte indiesem Blutbade [fünf Pferde unter dem Leibe verloren und eineKanonenkugel ihm den rechten Rockschoss abgerissen. Er war derUnverletzliche geblieben. Auch in der dem edlen Joubert verderbli-chen Schlacht bei Novi bedeckte sich der Fürst mit Ruhm, wie seinVetter, Graf Karl Paar, mit seinein, sprüchwörtlich gewordenen, ta-pferen Grenadierbataillon, und auch des herrlichen Feldzuges letzteWallenthat war sein. Am 3. Decbr. ergab sich ihm das stolze Coni.— Dass der Fürst in jener gräulichen Verwirrung von Hohenlinden