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3 (1842) I - O
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Liebenau — Liebennann.

der oben niilier bezeichnete Greif wachsend wiederholt, der hier inder rechten Klaue eine schwarze zweiblättrige Weintraube hält. M.s. Briiggemann.

Liebenau, die Herren von.

1) Eine sächsische, dem Vernehmen nach ans Schwaben gekom-mene Familie, die schon im 13. Jahrhunderte in Ansehn und Würdenstand. Nicht allein in der sächsischen Armee, sondern auch impreussischen Heere haben viele Mitglieder derselben gedient. DieJ5rüder Georg Ludwig und Heinrich Wilhelm, und deren Vetler Wil-helm Ludwig v. Liebenau, erhielten am 23. Juli 1767 ein Erneuerungs-diplom ihres alten Adels. In der sächsischen Armee gelangte JohnnnSigismund v. Liebenau zur Würde eines kursächsischen GeheimenKriegsraths, Ober-Inspectors der Fortilicationen, und Ober-Coinman-danten der sächsischen Festungen. — In der neuesten Zeit war einv. L. sächsischer General. Ein anderes Mitglied dieser Familie, Frie-drich Christian v. L., starb am 18. Septbr. 1832, nach mehr als 60-jähriger Dienstzeit, als königl. sächsischer Oberst und Commandantdes 3. Linienregiments. — In der preuss. Armee stand bis zumJahre 1820 ein Major v. L. bei dem 9. Garnison - Bataillon. Er warim Jahre 1806 Capitain in dem Regimente v. Owstin zu Stettin. —Ein Sohn desselben ist der Hauptmann v. L. im 13- Infanterie-Regi-ment zu Münster.

2) Eine gleichnamige Familie, die auch v. Liebenow geschriebenwird, kommt schon im 15. Jahrhunderte in Schlesien vor, wo 1437ein Petzho de Liebenow Miles, ein Ritter am Hofe des Herzogs ßolkozu Münsterberg war. Siebmacher giebt V. S. 124. das Wappen derv. L. unter den schwäbischen. Es zeigt im goldenen Schilde und aufdem Helme ein zusammengebogenes schwarzes Hirschgeweih. M. s.Sinapius II. S. 780.

Liebermann, die Herren von.

Dieses adelige Geschlecht war früher in Pommern ansässig undist gegenwärtig in Schlesien begütert. Das in Pommern linden wirauch Liebermann v. Sonnenberg geschrieben. In Pommern erwarbJohann Ludwig v. L. am 17. April 1717 das ehemals alte LettowscheLehn Corow im Kreise Rummelsburg, er verkaufte es aber späterwieder an den Grafen Adam Joachim v. Podewils. In Schlesien be-sitzt die Familie v. L. die schönen Dalkauer Güter zwischen Glogauund Neustädtel. Aus dem Hause Dalkau ist der ausserordentliche Ge-sandte, bevollmächtigte Minister am russischen llofe zu St. Peters-burg, auch Ritter, August v. L. —

Sehr viele Edelleute dieses Namens haben in der Armee gedientund mehrere stehen noch in derselben. — Bei dem Regimente Alt-Larisch stand ein Major v. L., der schlesischen Linie angehörig. Krist im Jahre 1817 im Pensionsstande gestorben. — Ein anderer Ma-jor v. L., der Chef der magdeburger Invalidencompagnie zu Mans-feld war, gehörte der Pommerschen Linie an. Er starb im Jahre1815, fast 90 Jahre alt. — Ein Major v. L. stand bis zum JahreIS 11 im 10. Infant.-Regimente; er hatte früher in der 1. warschauerFüsilierbrigade gedient. — Ein Capitain v. L. stand in dein Regi-mente v. Thiele zu Warschau und ist 1814 in Schlesien gestorben. —Im 34. Infant.-Regim. steht ein Major v. L., der im Jahre 1806 bei