Liclinowsky.
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lin in der Sammlung genealogischer Handschriften des Ordensraths Kö-nig verzeichnet. — Geori/ Friedrich v. L. war königl. preuss. Com-missionsrath, Bürgermeister der alten Stadt Magdeburg und Syndikusder dasigen Collegiatstifte zu St. Sebastian und zu St. Gangolf. —Johann Gottlieb v. L. auf Gersdorf, der Sohn des Vorigen, war kur-sächsischer Kriegsrath und starb 1780. — Polycarpus Friedrich v. L.war königl. grossbritannischer Leibarzt und starb am 21. April 1795.(M. s. Hamburger Correspondent Jahrgang 1795. No. 73.) — In denWissenschaften hat siel) besonders berühmt gemacht der RechtsgelehrteAuguslin v. L., dem Kaiser Karl V. im Jahre 1739 den Reichsadelertheilte (in. s. Weidlichs Geschichte des Rechts, S. 527), und Frie-drich Wilhelm v. L., der die „Flora Hallensis. Halle, 1761" schrieb,und ein thätiger Botaniker war. — In königl. sächsischen Dienstenstand der General v. L., der bei Pirna begütert und mit einer Grälinv. Pötting aus Böhmen vermählt ist. — In der preuss. Armee dienteein v. L. als Offizier im Regimente Kaiser Alexander, der gegenwär-tig in der Gegend ven Leipzig ansässig ist. — Eine Linie des Hau-ses, die im Oesterreichischen, namentlich in Steiermark und Kärn-then, begütert ist, ist in den Freiherren- und Grafenstand erhobenworden. Dieses Geschlecht soll im Jahre 1642 den Freiherrnstand er-worben, und zugleich auch das Erb-Arsenal-Herrenamt in Steier-mark, das David v. L. auf sein Hans brachte, bekleidet haben. Das-selbe ist später an die Kaisei von Kaltenbrunn übergegangen.
Das Wappen der adeligen Familie v. Leyser zeigt zwei neben ein-ander stehende, mit den Spitzen auswärts gekehrte Halbmonde imschwarzen Schilde. Auf dem gekrönten Helme sind sechs schwarzeStraussfedern, belegt mit den beiden goldenen Halbmonden, vor-gestellt.
M. s. Coli. gen. bist. Cap. 58. p. 141. Spener, Op. her. P. I.S. V. M. I. S. 271. v. Krohne, II. S. 232. Gaulle, 1. S. 896 — 97.Zedlers Univers. Lexic., XVII. S. 725.
Liclinowsky, die Fürsten, Grafen und Herren von.
Die Abkunft dieses vornehmen Hauses wird auf zweierlei Weiseerklärt. Man leitet sie nämlich zuerst aus dem Hause Granson inHochburgund her. Otto v. Granson, ein Edelmann aus Burgund, sollsich nach der Ermordung seines Vaters zu dem Könige Podiebrad ge-flüchtet, und von diesem mit dem Schlosse Lychen? im mährisch-schle-sischen Gebirge belehnt worden sein. Nach andern Autoren, nament-lich nach Okolski (Orb. pol. Tom. II. p. 413) stammen die Lichnows-ker aus dem mächtigen Hause Pilawa in Polen, welches jedoch einganz anderes Wappen, als das heutige Hans L., führte, weil die ausSendomir in das angrenzende Schlesien gekommenen Aeste dieses Hau-ses, deren Stammsitz Woschczycz wurde, dasselbe änderten, und stattder Kreuze im blauen Schilde die Weintrauben im rothen Felde wähl-ten. (M. s. Paprozius, p. 445.) Das erstere Wappen hatte das Hau3Pilawa im Jahre 1179 zum rühmlichen Andenken seines Widerstandesgegen die heidnischen Preussen und den Götzendienst, oder mit an-dern Worten, wegen seiner Förderung der christlichen Lehre erhal-ten. Es lieisst darüber im genannten Autor: Erant Baptisma bis sus-eipientes et rejicientes hostes, liinc duae Cruces; cogitarunt fraudemtertio per Baptismum hostes, datur Zyraslao Victori media Crux. Auldiese Weise ist die zweite Ableitung wahrscheinlicher als die erste,wenn nicht vielleicht die Gransons zuerst aus Burgund nach Polen ge-kommen wären. Doch gehört das Haus Pilawa zum eingebornen al-