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3 (1842) I - O
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Lichnowsky.

ten Adel Polens, da der Almherr Zyroslav, wie wir schon an andernStellen im Adelslexicon erwähnt haben, ein Pole von Geburt, seinenNamen und Adel beim Orte Pilawa von Boleslao Crispo erhielt. InSchlesien sind die v. L. schon im 14. Jahrhunderte erschienen. ImJahre 1550 kommt Pelms v. L, als ein angesehener Edelmann im Trop-pauischen vor, der mit einerKobilkowna und Kobily vermählt war.(M. s. schlesische Curiositäten Bd. I. S. 650.) Von seinen Nachkom-men waren viele durch Vermählungen mit den Freiherren v. Kornitz,v. Skrebensky und Sedlnitzky verwandt oder versippt. Kurl Ma-ximilian L. v. Woschczycz, Herr auf Kuchelna, Pischcz, Borutin, Ste-pankowitz, Köbrowitz, Strandorf, Treppein, Liebenthal, u. s. w., warliirstl. liechtensteinscher Landrichter im Fürstenthume Troppan. Diezuletzt genannten Güter lagen jedoch im Lande Crossen, wo die v. L.auch Briesnitz besessen, und v. Gundling bezeichnet die v. L. aufLiebenthal blos unter dem Namen v, Woschczycz. Somit gehören diev. L. eben so, wie gegenwärtig den kais. österreichischen Staaten undder preuss. Provinz Schlesien, auch der Neumark an, während inSiidpreussen adelige Familien dieses Namens ansässig waren. Auseiner derselben stammt der unten näher erwähnte Stephan v. L.Von dem oben genannten Karl Maximilian, der zuerst mit einer vonMoschewski, später aber mit einer v. Bludowski vermählt war, warenSöline aus erster Ehe: a) Kranz Bernhard, der mit seinen Brüdern imJahre 1701 am 12. August in den böhmischen Freiherrnstand erhobenwurde. Er besass die oben genannten väterlichen Güter im Troppau-schen und Jägerndorfschen, und bekleidete die Würde eines Landes-hauptmanns. In der Ehe mit einer Freiin v. Dambrowka pflanzte ersein Geschlecht durch zwei Söhne und zwei Töchter fort, b) Maximi-lian Ladislaus auf Eckersdorf, im Namslauischen, war ein für seine Zeitglücklicher Dichter und vortrefflicher Redner. Er war mit einer v. Schmet-tau, verwittw. v. Beyer, vermählt. Von den beiden oben erwähnten Süh-nen des Franz Bernhard erhielt Franz Leopold, Frli. v. L., edler Herr v.Woschczycz, die Herrschaften und Güter seines Hauses, im Troppaui-schenj namentlich auch die Stadt und Herrschaft Odrau , Mankendorf,Heinzendorf, u, s. w. Der jüngere erhielt Kuchelna, Pischcz, Boru-tin, u. s. w. Von der neumärkischen Linie besass am Anfangedes vorigen Jahrhunderts Wilhelm Ferdinand L. von Woschczycz dieGüter Treppein, Liebenthal n. s. w. bei Crossen. Sein SohnJohann L. auf Treppein, vermählte sich mit seiner Cousine, einerFreiin v. L. und Kuchelna, und pflanzte seinen Stamm in der Markfort. Von der schlesischen Linie wurde ein Enkel des oben an-geführten Franz Bernhard, Ferdinand Karl Johann v. L., vom Kö-nige Friedrich II. am 30. Januar 1773 in den preuss. Fürstenstanderhoben. Er war kaiserl. Geheimer Rath und Herr vieler Herrschaf-ten, Güter und Dörfer, im preuss. und österreichischen Schlesien undstarb am 20. April 1768. Seine Gemahlin war Charlotte Karoline,Gräfin v. Althann, des Grafen Michael Johann IV. von Althann und derGräfin Josephine v. Kinsky Tochter. Sie waren vermählt seit demJahre 1757, und die Fürstin starb am' 30. Octobr. 1800. Der Sohnaus dieser Ehe, Karl, zweiter Fürst v. L., war im Jahre 1758 ge-boren, kaiserl. königl. Kämmerer, und starb am 15. April 1814.Seine Wittwe Christiane, geb. Gräfin v, Thun, s. unten. DerEnkel des erwähnten ersten Fürsten Ferdinand Karl Johann, derjetzt lebende Fürst Eduard, wurde auch in den österreichischen Für-stenstand erhoben. In der preuss. Armee ist zu hohen Würdengelangt:

Stephan v. L., geboren 1724 in Polen, trat 1741 in preuss.Dienste, ward 1767 Major im Regiment Markgraf Heinrich, 1775