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3 (1842) I - O
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Lcntulus.

senschaftliche Erziehung und Bildung genossen hatte, im Jahre 17?8in österreichische Dienste, focht in denselben tapfer in Italien, amKhein und in Ungarn. Während dieser Zeit war er zu mehreren Sen-dungen verwendet worden; auch hatte er verschiedene Keisen ge-macht, sogar eine nach Egypten. In den Jahren 1743 und 44 wohnteer den Feldzügen in Böhmen und Baiern hei. Als die Preussen Pragnahmen, wollte er die Capitulation nicht unterschreiben, auch mitseinem Commando das Gewehr nicht strecken, daher er auch, zwi-schen die preuss. Batterien geführt, den Degen zerbrach. Durch dieseHandlung wurde er Friedrich dem Grossen bekannt, welcher ihn inseine Dienste zog, in welchen er als Major und Flügeladjutant imkünigl. Gefolge angestellt wurde. Im Jahre 1752 ward er Oberstlieu-tenant, und nach Cassel gesendet, um die Vermählung des PrinzenHeinrich von Preussen zu Stande zu bringen und der Trauung imNamen des Prinzen beizuwohnen. Er entledigte sich seines Auftrageszur vollkommensten Zufriedenheit seines Monarchen, der ihn mit denBaronieen Travers und Coloinbiers im Fürstenthum Neufchätel be-lehnte, Im Juni 1755 ward er Oberst, und folgte im folgenden Jahredem Könige nach Sachsen. Nach der siegreichen Schlacht von Lo-wositz musste er dem Könige von England die Nachricht von demAusgange derselben überbringen. In der Schlacht bei Bossbach ver-folgte er den Feind bis hinter Erfurt und nahm ihm 5 Kanonen, ver-schiedene Fahnen und 800 Gefangene ab, worauf er zum Generalma-jor ernannt wurde. Bei Leuthen verfolgte er den Feind bis Lissaund eroberte dabei 15 Kanonen, Fahnen, Standarten und mehrereHundert Gefangene. Im Jahre 1758 ward er Chef des Leibregimentsund zeichnete sich während des Laufes des siebenjährigen Krieges beivielen Gelegenheiten rühmlichst aus. Nach dem Frieden berief ihnFriedrich der Grosse nach Berlin, und zog ihn in seine Gesellschaft,Im Jahre 1767 machte er eine Heise nach der Schweiz, wo er zumGenerallieutenant über sämmtliche Truppen des Canton Bern ernanntwurde; eben so beförderte ihn Friedrich II. zum Generallieutenant.Ein Jahr darauf stillte er den Aufruhr zu Neufchätel; sein grosserMonarch übertrug ihm das Gouvernement daselbst, und verlieh ihmim Jahre 1770 den schwarzen Adlerorden. Im Jahre 1776 wurde erdem Grossfiirsten Paul Petrowitsch bis an die Grenze entgegenge-sendet , um ihn im Namen des Königs zu empfangen und nach Ber-lin zu begleiten. Zu Anfang des Jahres 1779 nahm er seines vorge-rückten Alters und schwächlicher Gesundheit wegen seinen Abschied,begab sich darauf nach Bern und coinmandirte bei den 1781 in derSchweiz ausgebrochenen Unruhen die Truppen des Cantons Bern.Sein Tod erfolgte am 26. Decbr. 1787 auf seinem Gute Mon-repos,nachdem er den seines grossen Monarchen und Ziethen's noch hatteerleben müssen, wesshalb er auf seinem Krankenlager zu seinem ArzteScherzend sagte: er solle ihn ganz militairisch behandeln, denn so gingees beim Sterben her; Ziethen hätte die Avantgarde gemacht, der Kö-nig folge, und er miisste nun die Arrieregarde machen. Er war einMann von ausserordentlich schöner körperlicher Bildung und vereinigtedamit einen ausgezeichneten Verstand und vortreflliche Geistesgaben;Wesshalb er ein eben so feiner Hofinann, als guter Soldat war. Krwar mit Maria Anna, einer Schwester des Obersfallmeisters und Staats-ministers Grafen v. Schwerin, vermählt, in welcher Ehe ihm vierSöhnegeboren wurden, (M. s. Lexic. aller Helden und Milit.-Pers., die sichin preuss. Diensten ansgez. haben, Bd. II. S. 391 u. s. w.) Nachrich-ten über diese Familie findet man in Leu, Schweiz. Lex. XU. S- 36 41. May, liist. mil. de la Suisse, VII. p. 126129. p. 473 477.Lutz, Nekrolog denkw. Schweizer, S. 294296.