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3 (1842) I - O
Entstehung
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Lentuliis.

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dort im Jahre 1771, ward er 1773 zum Generalmajor und Chef einesneuerrichteten Regiments in Westpreussen hefördert. Besonders zeich-nete er sich in der Aifaire bei Zukmantel am 14. Januar 1779 aus,wo er mit seinem Regimente und dem Grenadier-Bataillon von Ose-rowsky die Oesterreicher aus ihren Hauptverschanzungen und Redou-ten unter einem zweistündigen Kanonen- und Kartätschenfeuer ver-trieb. Nach dem erfolgten Frieden wurde ihm das Auswechselungs-geschäft übertragen. Im Jahre 1782 ernannte ihn Friedrich derGrossezum Generallieutenant und Ritter des schwarzen Adlerordens, auchwurde er Chef des v. SaUlernschen Regiments, und 1785 Gouverneurvon Magdeburg. Sein Tod erfolgte im Jahre 1789. Kr starb mit demRuhme eines tapfern Kriegers, ;der damit auch die Sitten eines feinenHofmannes verband , weshalb er auch zu mehreren Sendungen ver-wendet worden war.

Friedrich Wilhelm v. L., geboren 1734 im Schwarzburgischen,kam im Jahre 1762 aus fremden Diensten in preussische, ward alsMajor im Regimente v. Lehwald angestellt, im Jahre 1772 zum Oberst-lieutenant, 1770 zum Obersten befördert und erhielt im Jahre 1783seine Entlassung mit der Aussicht, das nächst vacant werdende Gar-nisonregiment zu erhalten. Der König Friedrich Wilhelm II. ernannteihn im Jahre 1787 zum Generalmajor von der Armee.

Diese Familie fuhrt in einem oben goldenen, unten in Roth undSilber gespaltenen Schilde ein Jagdhorn, dessen Beschlag und Bandmit drei Straussfedern geziert ist. Dieses Jagdhorn liegt auch auf demgekrönten Helme, dessen Decken golden und roth sind. M. s.ZedlersÜnivers.-Lex. XVII. 85. 87. Gauhe, I. S. 882.

Leutulus, die Freiherren von.

Das Vaterland der Freiherren v. Lentuliis ist die Stadt und derSchweizercanton Bern, wo sie zu den angesehensten Patriziergeschlech-tern des Freistaates gehören. Sie leiten ihren Ursprung von der ehe-maligen römischen Familie dieses Namens her. Diese stammte vondem Scrvius Cornelius, der ein trefflicher Landwirth war und nament-lich den Bau der Linsen oder ihre Verbesserung seinen Mitbürgerngelehrt hatte, und daher den Ehrennamen Lentulus bekommen habensoll. So viel ist durch Urkunden bewiesen, dass im 7. und 9. Jahr-hunderte Vorfahren der Familie Lentulus in Neapel und Rom ansäs-sig waren. Mehrere Mitglieder derselben sind als Klostergeistliche be-kannt geworden. Im Jahre 1500 nahm ein Glied der Familie die evan-gelische Lehre an. Ein Sohn des ersten evangelischen Lentuluswar Leibarzt der Königin Elisabeth von England. Er wurde von sei-ner Vaterstadt Bern im Jahre 1593 zurückberufen, zum ersten Arztdes Freistaats erklärt und mit dem Erbbürgerrecht beschenkt. Er starbim Jahre 1013, und hinterliess seinem Sohne Caesar die HerrschaftL'orcelles. Ein Enkel Caesars war Rupert Scipio der Aeltere,der 1712 zu Bern starb und früher in markgräflich Anspach-Bay-reuthschen Diensten als Commandant zu Erlangen gestanden hatte. Von den Söhnen dieses Letztern starb im Jahre 1744 zu Cronstadtin Siebenbürgen der kaiserl. General-Feldmarschall-Lieutenant CaesarJoseph v. Lentulus, Commandant der gedachten Festung und ersterFreiherr. Er war mit einer v. Wangenheini vermählt. Aus dieserElie wurde geboren:

Kiepert Scipio, Freiherr v. L., geb. am 18. April 1714 zu Wien,trat, nachdem er daselbst und in Prag eine ausserordentlich gute, wis-