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3 (1842) I - O
Entstehung
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Lentz.

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Lentz (Lenz), die Herren von.

1) Eine adelige Familie dieses Namens, die theils Preussen, tlieilsdem Königreich Sachsen angehört, ist im Jahre 1652 vom Kaiser Leo-pold I. in den Adelstand erhoben worden. Sie führen ein qnadrrrtesSchild olme Wappenbild. Die Felder 1 und 4 sind golden, die 2 und3 schwarz. Auf dem gekrönten Helme steht ein nach der rechtenSeite gewendeter silberner Schwan.

2) Der König Friedrich Wilhelm II. erhob am 21. Octbr. des Jah-res 1786 den Major im Ilusarenregimente v. Eben, Johann FriedrichLentz mit seinen fünf adoptirten Kindern in den Adelstand. Der ge-dachte v. Lentz war zuletzt Oberst und Commandeur des Regimentesund wurde 1793 mit Pension in den Ruhestand versetzt. Gegen-wärtig steht bei dem Infanterie-Regimente Kaiser Franz-Grenadier einPrem.-Lieutenant v. Lentz.

Das dieser Familie beigelegte Wappen zeigt ein oben blaues, un-ten rothes Schild. Es wird von einem silbernen Balken durchzogenund ist mit einem goldenen Füllhorn belegt, aus dem drei purpurfar-bene Rosen am braunen Stengel mit meergrünen Blättern hervorra-gen. Auf dem Helme liegt zwischen zwei schwarzen AdlerfUigeln einPfeil, dessen Gefieder blau, das Holz braun und die Spitze silbern ist.

3) Eine adelige Familie, die wir bald Lenz, bald Lentz geschrie-ben linden, war aus Schwaben im vorigen Jahrhunderte nach Schle-sien gekommen. Der erste dieses Geschlechts in jener Provinz warChristian Alhrecht v. Lenz, Ilofcavalier und Hofrath des Herzogs Silvius zu Würtemberg-Oels. Er hat sich durch mehrere genealogischeSchriften bekannt gemacht, auch belinden sich in der herzog!, braun-schweigsehen Bibliothek zu Oels seine Handschriften: 1) der hoch-fürstlich Würtemberg-Oelsisclie genealogische Cedern-Garten mit ei-nem Geschlechtsregister bis ins 10. Glied. 2) Der hochfiirstl. Wiir-temberg-Oels-Münsterbergsche Geschlechtskalender. Beide Manuscriptesind aus dein Jahre 1700. Er hinterliess aus seiner Ehe mit Jo-hanna Eleonora v. Felde mehrere Kinder. M. s. Olsnograph. P. I.p. 611.

4) Die v.Lenz in Pommern. Sie besassen am Anfange des vorigenJahrhunderts das Allodialgut Roggow im Kreise Saazig. Ihr Wappen zeigtim silbernen Felde, zwischen zwei schwarzen und rothen, in die Queregezogenen Schachstrichen, drei griine Zweige mifEicheln und auf deinHelme vier rothe und vier schwarze Straussfedern.

5) Die aus Baiern nach Sachsen und Preussen gekommene ade-ligen Familie v. Lentz. Aus derselben stand ein Lieutenant v. Lentz1806 in dem Bataillon v. Sobbe der westphälischen Füsilierbrigade zuWerden. Er starb 1808 als Capitain und Kreisolf. der Gensd'arineriezu Brandenburg. Ein Sohn desselben ist der Prein.-Lieut. v. Lentzim Reg. Kaiser Alexander-Grenadier. Derselben Familie gehört auchder königl. säohs. Major und Adjutant des Prinzen Johann von Sach-sen, v. Lentz, an. Diese Familie führt im rjuergespaltenen Schilde,dessen oberes Feld silbern und auf beiden Seiten mit einem goldenenSterne geziert, das untere aber blau, in dem ein silberner Straussvo-gel steht, mit dem Kopf und Hals in das obere Feld sehend und indem Sohnabel ein Hufeisen haltend. Dieses Schild ist mit einem ade-ligen gekrönten Turnierhelm bedeckt, aus dem drei silberne Strauss-federn wachsen. Helmdecken blau und silbern. Aus dem Adelsdiplom.

Ein Major V .L., der noeh unter Friedrich dem Grossen im preuss.Heere gedient hatte, starb am 5. Juli 1832 zu Berlin, ohne dass wiranzugeben vermögen, zu welcher der verschiedenen Familien v. L. ergehörte.