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Lcmnicn — Lengefeld.
zu Torgau, er erwarb sich bei Löbnitz (las eiserne Kreuz. Ein Ma-jor v. Lemke stand im 22. Infant.-Kegiin. (früher im Kegimente v.Alvensleben), und starb 1815. Ein Hauptmann v. Lemke ist gegen-wärtig Landrath des Kreises Strehlen. Zwei Fräulein v. Lemcke sindStiftsdamen, eine zu Marieniliess, eine andere, Ulrike v. Lemcke abergehört den vereinigten Stiftern Gesecke und Keppel an.
Diese Familie führt im silbernen Schilde ein rothes Herz und aufdem Helme drei rothe Thürme. Die Helmdecken sind silbern undroth. v. Meding beschreibt dieses Wappen im III. B. Nr. 475. Brüg-gemann im 11. Hauptstück. Siebmacher giebt es III. B. S. 163.
Lernmcn, die Freiherren von.
Kaiser Joseph II. ertheilte am 31. März des Jahres 1777 dem kur-kölnischen Geheimen Rath Lemmen in Paderborn ein Freiherrndi-plom, ein Sohn desselben wurde in Baiern am 17. Novbr. 1787 alsFreiherr immalriculirt. M. s. R. v. Lang, A. d. K. B, S. 173.
Lengefeld, die Herren von.
Das Vaterland dieser Familie ist Franken und Thüringen. Hierwar sie namentlich in den Landen des Fürsten von Schwarzburg-Ru-dolstadt begütert. Ihr Stammhaus, das Schloss und Städtchen Lenge-feld , liegt an der Weira im Hennebergischen. Die Stammreihe desHauses beginnt Heinrich V .L., der ein berühmter Kriegsheld der Land-grafen in Thüringen ain Ende des 14. Jahrhunderts war. Ei' hatteaber das Unglück, bei einem Angriff auf die Stadt Erfurt gefangen,und daselbst enthauptet zu werden. (M. s. Erfurtsche Historie p. 109).— Bcrndt Alexander v. L. war gräflich Scliwarzburg-RudolstädtscherHofmeister und Kammerdirector. August Alexander v. Lengefeld be-sass die Rittersitze Lasen, Dölen, Arnsbach u. s. w. — Im Voigt-lande war eine Linie, die sich v. Lengefeld-Schweinbach nannte. Vonbeiden Linien haben sich Söhne im preuss. Heere zu hohen militairi-schen Graden emporgeschwungen.
Von ihnen nennen wir hier folgende:
Johann Christian Karl v. L., aus dem Hause Schweinbach, derseine militairische Laufbahn in dem Regimente begann, welches Fried-rich II. als Kronprinz besass. Im Jahre 1740 ward er zum neuerrich-teten Bataillon Garde versetzt, 1741 in der Schlacht bei Molwitz ver-wundet, 1754 Stabscapitain von der Garde und Major von der Armee,und 1756 Commandern' eines Grenadier-Bataillons. Er starb zu Dres-den den 27. Januar 1757 im 36. Lebensjahre.
Christian August v. Lengefeld, geboren den 11. Mai 1728 imSchwarzburg-Rudolstädtschen, trat, nachdem er vorher in kursächsi-schen, dann in schwarzburg-rudolstädtschen, und zuletzt in wiirtem-bergischen Diensten gestanden, in welchen er im siebenjährigen Kriegegegen Preussen unter dem Oberbefehle des Prinzen von Soubise unddes Herzogs von Broglio gefochten hatte, im Jahre 1766 als Oberstund Commandern' des Rossierschen Bataillons zu .Silberberg in preuss.Dienste. Im Jahre 1770 befand er sich mit königl. Erlaubniss alsFreiwilliger bei der russischen Armee am Prath, welche den Feldzuggegen die Türken eröffnete, und focht tapfer mit. Zurückgekehrt von