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Leipziger.
sah, sich nach Spandau zurückzuziehen. Im Jahre 1762 begab ersicli wieder nacli Preussen auf seinen Posten, und starb zu Königs-berg am 16. Novbr. 1768, ohne männliche Nachkommen.
Wenzeslnus Christoph v. L., geboren am 18. Februar 1717, einSohn des gewesenen Hauptmannes bei den Grand -Mousquetair's undErbherrn der Ublick'schen Güter in Preussen, trat 1732 in das Regi-ment v. Röder. König Friedrich II. gebrauchte ihn gleich nach sei-nein Regierungsantritt zu Werbungen im Reiche und er ward 1769 zumMajor befördert. Im Jahre 1765 wurde er Oberstlieutenant, 1770Oberst, 1775 Regiments - Commandeur und 1778 Generalmajor, undChef des Füsilierregiments Prinz von Nassau-Usingen. Im Jahre1786 ernannte ihn Friedrich der Grosse zum Generaliieutenant und1788 erhielt er seinen Abschied mit Pension, worauf er aucli baldverstorben ist. Er war dreimal vermählt, 1) mit einer v. Zeppelin,aus dem Mecklenburgischen, 2) mit einer v. Kunheim, und 3) mitKatharina Eleonore Charlotte, Baronesse v. Eulenbnrg, aus demIlause Gallingen. Nur in erster Ehe wurden ihm ein Sohn und zweiTöchter geboren.
Die v. L. führen im goldenen Schilde einen aus den Wolkenkommenden rothen Arm mit silberner Binde; in der lland hält der-selbe einen goldenen Ring. Auf dem Ilelme ist eine in Gold undRoth gekleidete, goldgekrönte Jungfrau, den Ring in der Rechtenhaltend, vorgestellt. Der Ordensrath Hasse giebt in seinem Wappen-buche drei Wappen der v. L., und zwar ausser dem von uns be-schriebenen ein von diesem nur dadurch verschiedenes, dass aus derKrone der Jungfrau drei Horner emporsteigen. In einem dritten istdas Schild blau, und auf dem Helme statt der weiblichen, eine männ-liche Figur dargestellt.
Leipziger, die Herren von.
Kursachsen ist das Heimathsland dieser Familie, ihre Resitznngenlagen grösstentheils im Kurkreise, und sie sind mit den Hauptbestand-teilen desselben 1815 preussisch geworden. Alte Güter dieses ade-ligen Hauses, das sich in die beerwaldische und in die zwetauischeLinie theilte, sind: Beerwalde, Wildenau, Wippersdorf, Freywalde,u. s. w., sie gehörten sämmtlich der beerwaldischen Linie und liegenin dem sogenannten Ländchen Beerwalde, zwischen Jüterbock undHerzberg. In der Gegenwart gehören sie grösstentheils dem Ober-Mundschenk von Arnim. Das Händchen Beerwalde erhielt Christophv. Leipziger, sächsischer Rath, Landvoigt und Abgesandter, um dasJahr 1490 vom Kurfürsten zum Geschenk. Die zwetauische Liniebesass die Güter Zwetau, Klitschen, Friedrichdorf, Wiederau, Ileyde,u. s. w. bei Liebenwerda und Torgau. In der Gegenwart ist Kropp-städt, eine Poststation zwischen Berlin und Wittenberg, das Rittergutin Niemeck bei Bitterfeld u. s. w., Eigenthum dieser Familie. GeorgAdolph v. Leipziger, königl. sächs. Kammerjunker, ist Capitular beimDomcapitel zu Naumburg. — v. Leipziger auf Niemeck, ist Landrathdes Kreises Bitterfeld ein anderer v. Leipziger ist Oberlandesgerichts-rath und Johanniter-Ritter in Naumburg.— In der Armee gelangtezu höheren Würden: Heinrich Ernst v. Leipziger, von der zwetauerLinie, er trat 1740 in die Dienste König Friedrich II. und wurde1762 Stabsoffizier, 1772 Oberstlieutenant, 1776 Oberst und 1784 Ge-neralmajor und Chef des erledigten Regiments Fürst Anhalt-ßern-burg, zuletzt von Renonard in Halle. Er hatte sich bei Schatzlar,im Jahre 1778, den Verdienstorden erworben. — Im Mai des Jahres