Lange.
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sen belegten Querbalken. Auf dem Helme steht ein goldener Krug(oder Urne) mit zwei Henkeln, auf jeder Seite desselben steckt eineblaue Fahne. Die Decken und das Laubwerk sind in Blau und Silber.M. s. auch Uechtritz diploinat. Nachrichten von 1600 —1783 aus demGöstewitzer Kirchenbuche, VI. Tli. S. 30—4?. König, I. Th. S. 883.Gauhe, 1. Th. S. Stil. Das Wappen giebt der Ordensrath Hasse inseinem Wappenbuch, Mnsc.
Lange, die Freiherren und Herren von.
Von den verschiedenen adeligen Familien diesesNainens in Deutsch-land gehören vorzüglich hierher:
1) Die Freiherren v. Lange und Münchhofen in der Mark Bran-denburg und in Schlesien, deren ordentliche Stammreihe mit Georgv. L. auf Miinchenhof, der mit einer v. Löser, aus dem Hause Ahls-dorf, vermählt war, beginnt. In Schlesien lebt Franz Karl, Freiherrv. L. und Münchhofen, Ober-Accise-Inspector, zu Breslau. — EinVetter von ihm war der Freiherr v. L., der als polnischer General denl'osten eines polnischen Gesandten in Moskau bekleidete.
2) Die v. Lange und Langenheim, die aus der Mark nach Schle-sien gekommen sind. Von ihnen war Johann Langius v. LangenheimCanonikns zu Glogau. Er starb im Jahre 1624.
3) Die Lange von Langendorf. Von ihnen starb Johann LorenzLange v. Langendorf am 16. März 1658 zu Liegnitz.
4) Die Lange v. Langenhof. Ihnen gehörte Lange von und aufLangenhof und Taschenberg bei Bernstadt an, der als kaiserl. Ober-Amts- und Begierungsrath am 21. Mai 1631 zu Breslau starb, undvon seinen Zeitgenossen als ein sehr gelehrter, erfahrener und redli-cher Mann geschildert wird.
5) Die Lange v. Langenau, die nicht mit dem weiter unten vor-kommenden, alten und vornehmen Geschlechte der v. Langenau zuverwechseln sind. — Andreas Lange v. Langenau war des Markgra-fen Johann Georg zu Brandenburg im Fiirstenthume Jägerndorf Rath,nachmals fürstl. briegscher Rath und der Herren Fürsten in SchlesienLandesbestellter. Er starb zu Brieg am 13. Decbr. 1657. (M. s. Lucä,.pag. 762.)
6) Die v. Lange im Lüneburgischen, aus denen mehrere Mitglie-der in den Diensten der ersten Kurfürsten von Brandenburg waren.Dieselben theilten sich in zwei Linien, nämlich in die mit dem hal-ben Bären, und in die mit dem Pantherthiere im Wappen. Die letz-tere führte einen Flammen speienden Panther mit Hörnern, odernach Andern, einen rothen Ochsen mit gehörntem Drachenköpfe,Pferdemähnen und einem Löwenschweife im Schilde und auf demHelme, und starb mit Leonhard VIII. im Juli des Jahres 1504 ans.Die letztere führte einen halben weissen. Bären in der Mitte desSchildes. Aus ihr war Gottfried Lange Bischof von Schwerin, der im15. Jahrhunderte diese Würde bekleidete. Auch diese Familie starbschon im Jahre 1578 aus.
7) Die v. Lange in Preussen. Dieser adeligen Familie gehörteChristian Henning v. L. an, der Oberst und Commandeur des Regi-ments Fürst Moritz von Anhalt war, und am 16. Febr. 1760 als Chefeines Garnison-Regiments zu Gross-Glogau starb. Er war ein sehrtapferer Ollizier, der sieh schon in den Niederlanden und in Pommern,und später in den Feldzügen des Königs Friedrich des Grossen beivielen Gelegenheiten hervorgothan hatte. Er liinterliess mehrere Kin-