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Landskron — Land wüst.
silbernen Binde umwunden. Die Decken und das Laubwerk sind grünund silbern. Ganz anders ist das Wappen der von L. in den Rhein-landen, welches Siebmacher, II. S. 121. giebt. Es zeigt ein mittelsteines rothen Balkens, der von der obern Rechten, zur untern Linkengezogen ist, getheiltes, oben silbernes, unten roth und silbern gegit-tertes Schild. In der silbernen Hälfte ist ein nach der rechten Seiteaufspringender Fuchs natürlicher Farbe vorgestellt. Der Helm ist miteiner Wulst bedeckt, auf welcher ein unten schmaler, oben breiter,mit den Bildern des Schildes belegter Hut steht. Die Decken sindsilbern und roth. — Ganz verschieden von beiden, obgleich nichtohne alle Aehnlichkeit, ist das der westphälischen v. L. Es zeigt imgoldenen Schilde eine silbern und roth gegitterte Strasse und auf demHelme den Hals und Kopf eines goldenen Löwen, mit der beschriebe-nen Strasse belegt. Decken und Laubwerk roth und golden, Sieb-macher, III. S. 178,
Landskron, die Herren von.
Adelige Familien dieses Namens gehörten den Rheinlanden, derSchweiz, Geldern und Schlesien an. In die letztere Provinz kamensie mit Adelheid, Gräfin v. Sulzbach, welche sich 1160 mit dem er-sten Grossherzoge von Schlesien, Boleslaus Atus vermählte. Dochkommen die ersten Edelleute dieses Namens, Ifcnricus de Landiskronaund Hermann Landeskron erst am Anfange des 14. Jahrhunderts amHofe der Bolkone vor. Im Jahre 1353 besassen sie schon Gross-Wan-dritsch, und 1397 wurde Peter von Landskron Kanzler des HerzogsConrad II. zu Oels und Cosel. Nach und nach erwarb diese Familieviele Güter, nach denen sie sich in verschiedene Häuser theilte, wiein die Häuser Grebnig, Obsendorf, Zieserwitz, Ansehe, Prinznig,lloin, Schönau u. s. w. Bei Glogau, Liegnitz, Strlegau und Neumarktwaren zahlreiche Dörfer ihr Eigenthum, und das Geschlecht blühtein vielen Aesten und Zweigen, dennoch sind sie bei uns gänzlich aus-gegangen. Die Letzten kommen in den ersten Jahrzehnton des vori-gen Jahrhunderts vor. Die scldesischen Landsberg führten im blauenSchilde eine rothe Krone, woraus zwei silberne Angelhaken in dieHöhe stiegen. Auf dem Helme wiederholten sich Krone und Haken.Die Decken sind silbern und roth. M. s. Sinapius, I. Th. S. 567 — 573.II. Th. S. 763 u. s. f, Gauhe, I. Bd. S. 860. Anhang, 1631 u, s. f.Lucä, p. 1814. Nova Liter, German, An. 1705, p, 211. Siebmacher,I. Th. S, 62,
Land wüst, die Herren von.
Das im sächsischen Voigtlande unweit Plauen gelegene Dorf Land-wiist wird als das Stammhaus der adeligen Familie dieses Namens be-trachtet. — Friedrich Ludwig v. Landwiist war gräfl. stolberg-werni-gerodischer Forstmeister zu Ilsenburg, sein Sohn aus der Ehe mit einervon Hohenthal, Friedrich v. Landwiist, starb am 9. Mai 1833 als kö-nigl. sächsischer Major und Herr auf Groitzsch bei Eilenburg. Er warim Jahre 1806 der erste sächsische Offizier, der in die Hände derFranzosen fiel, und seine feste Haltung bei diesem Vorfalle hat ihmEhre und Lob vom Feinde, wie vom Freunde, erworben. Im preuss.Staatsdienste stand im Jahre 1806 der Oberforstmeister von Landwiist,bei der Kriegs- und Domainenkaminer zu Plock in Neu- Ostprenssen.— Diese altadelige Familie führt im blauen Schilde einen mit drei Ro-