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3 (1842) I - O
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Kurowski.

Kur, Knra (Haiin, Henne), ihren Namen haben, z. Ii. Kurdw, Ku-rowa, Kurdwek, Kurowsk, Kurowo u. s. w., und diese Besitzungenwaren das Eigenthum verscliiedener edlen Geschlechter, daher kommtes, dass folgende ganz verschiedene adelige Familien den Namen Ku-rowski führen:

1) v. K. vom Wappen W§zyk (Schlange), waren vom 17. und 18.Jahrhunderte an in der kalischer Wojewodschaft ansässig. Sie führen imrotlien Schilde eine schwarze Schlange, welche sich dreimal abwärtsund dreimal aufwärts kriimmt, auf dem Kopfe eine goldene Kronehat, den Kopf zur rechten des Schildes wendet und im Mundeden Zweig eines Apfelbaumes mit einem grünen Apfel und zwei Blät-tern hält, anf dem Helme fünf Straussfedern.

2) Kurowski vom Wappen Lubicz (Hufeisen), führen ihren Namenvon Kurowsk bei Grodzisko (Grätz), im jetzigen GrossherzogthumePosen. Sie führen im blauen Felde ein Hufeisen mit vier Löchern,im innern Felde des Hufeisens ein silbernes, auf dem Eisen aber eingoldenes Kreuz, und auf dem Helme drei Straussfedern.

3) Kurowski vom Wappen Nat^cz (Koptbinde). Diese Familiewar im IG. Jahrhunderte in der Wojewodschaft Kaiisch, in Litthauen,Weissrussland, am Dniepr und in Volhynien ausgebreitet. Sie führtim rotlien Schilde eine doppelte weisse Kopfbinde, deren Enden kreuz-weise zusammengelegt sind, über dem Helme zwei Hirschgeweihe,zwischen denen eine Jungfrau steht und mit den Händen das Geweiheanfasst; ihr Kopf ist mit einer Binde so gebunden, dass man die En-den der Binde auf jeder Seite des Kopfes sieht.

4) Kurowski vom Wappen Sreniawa (ein Fluss dieses Namens,der unterhalb Krakau in die Weichsel fällt). Aus diesem Geschlechtestarb Nikolaus v. K. als Erzbischof von Gnesen uud Primas regni imJahre 1411. In der Schlacht bei Grunwald führte das Regiment Rei-ter, das er zu diesem Feldzuge stellte, sein Wappen. Im Jahre1451 war Pcler v. K. Castellan von Sijcz , und ein anderer Peter v. K.im Jahre 1458 Castellan von Lublin, später von Sandomir. DieseFamilie führt im rotlien Schilde einen weissen Fluss, in Form einesumgekehrten S; am obern Ende desselben ist ein Kreuz angebracht.Auf dem Helme ist ein Löwenkopf zwischen zwei Biiffelhörnern, vondenen ein jedes mit vier Glöckchen geziert ist, dargestellt.

5) Kurowski vom Wappen Strzemif (der Steigbügel). Sie schrie-ben sich im 14. Jahrhunderte de Lencze K., von einer Besitzung, undeine Linie dieser Familie nahm den Namen Lenczowski an. DiesesGeschlecht fuhrt im rotlien Schilde einen goldenen alterthümlicbenSteigbügel und auf dem Helme fünf Straussfedern. Aus diesen an-geführten Familien sind nur Mitglieder des unter No. 4. aufgeführtenGeschlechts historisch als höhere Würdenträger bekannt geworden.

Im Jahre 1411 kam der Erzbischof Kurowski-Sreniawa, Primasregni von Polen, nach Marienburg, und schloss, nach der Tannenber-ger Schlacht, den Frieden Polens mit dem besiegten deutschen Orden ab.(M. s. Baczkow's preuss. Geschichte.) Derselbe unterhandelte Namensder Königin Hedwig von Polen, welche mit Jagiello, Grossherzog vonLitthauen, vermählt worden war. Jagiello war als Heide kürzlich ge-tauft worden; die Königin, eine eifrige Christin, sah den deutschenOrden als eine Hauptstütze des Christenthums im Norden an. Sietraute ihrem Gemälde nicht, welcher ihr von den polnischen Magnatenaufgedrungen worden war, da dieser sammt seinem mächtigen Lit-thauervolke erst jüngst das Heidenthum verlassen hatte. Als Primasregni des Reichs und höchster Geistliche war der Erzbischof Kurowski-Sreniawa der Königin Beichtvater, und im Auftrage derselben, so wieauch im Einverständnisse, erleichterte der hohe geistliche Friedensge-