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3 (1842) I - O
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Knrsscl.

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sandte den Friedensschluss dem Orden möglichst, dergestalt, dass,obgleich der Orden durch die Tannenberger Schlacht Alles verlorenhatte, dieser dennoch nur das längst von Polen abgestrittene Samogi-tien demselben abtrat und weiter unverletzt blieb. Es ist natürlich,dass der deutsche Orden sich höchst verpflichtet gegen den Erzbischofvon Gnesen, Kurowski-Sreniawa, fühlte und sich demselben erkennt-lich zeigte. Als Geistlicher hatte derselbe keine Kinder, aber Ver-wandte, und so ist nichts natürlicher, als dass ein Zweig derselbenmit Ordensgütern, Schwaranen, Sporgeln u. s. w., belehnt wurde,ein Wappen erhielt und in den Orden aufgenommen wurde, wes-halb auch die Kurowski-Eichen dem Johanniterorden einverleibt, aufden Besitz der Commenden Lagow und Biirschen Anwartschaft hatten, bissämmtliche Ordensgüter von König Friedrich Wilhelm III. eingezogenwurden, dennoch aber beide Brüder Kurowski-Eichen den Johanniter-orden kraft ihrer Ansprüche erhielten. Somit lebte nun der Stamm derKurowski 414 Jahre in Preussen, und ein Zweig derselben hat sichden deutschen Beinamen Eichen beigelegt, nämlich den ihres Stamm-hauses zwischen Königsberg und Tapiau. Molditten, Sporgeln undBischdorf sind die Hauptbesitzungen der v. IC. im Ermelande in Ost-preussen. Molditten besitzt gegenwärtig der Landschaftsrath und Jo-lianniterritter v. K. Viele Söhne aus diesem Hause haben impreuss. Heere gestanden, namentlich stand ein v. K. im Regimentev. Schöning, der zuletzt Oberst und Brigadier der Invaliden-Compag-nien in Preussen war, und 1810 als Generalmajor ausschied. Erhatte sich bei Piontek den Militair-Verdienstorden erworben. Einanderer v. K. stand im Regimente v. Auer-Dragoner und war im Jahre1828 Oberst und Commandeur des 1. Kürassierregiments, auch Ritterdes eisernen Kreuzes (erworben bei Magdeburg).

Die Kurowski in Preussen führen einen Hundekopf im silbernenSchilde.

Knrsscl, die Herren von.

Aus diesem uralten liefländischen Geschlechte war Christoph Hein-rich v. Kurssel, königl. schwedischer Oberstlieutenant. Mit Anna Ger-trud v. 'Piesenhausen, aus dem Hanse Echmes, erzeugte er HeinrichAdolph v. K., welcher der Stammvater der jetzt in Preussen lebendenEdellente dieses Namens ist. Kr war am 15. Mai 1693 geboren undtrat 1710 in preuss. Militairdienste. Als Stabscapitain wurde er 1734zu Werbungen im Reiche gebraucht, wobei er sich so geschickt be-nahm, dass er den Orden pour la generosite erhielt. 1737 ward erMajor, 1742 Oberstlieutenant, 1745 Oberst, 1749 Commandeur desRegiments v. Kalsow, 1753 aber Generalmajor und Chef des Regi-ments du Moulin. Er leistete darauf im siebenjährigen Kriege die er-spriesslichsten Dienste, befand sich in der Schlacht bei Prag und er-hielt eine Kugel in den Arm und einen Prellschuss in die linke Wade.In der Schlacht bei Zorndorf commandirte er eine Brigade und wurdewieder zweimal verwundet, iiel sodann in ein hitziges Fieber, wardnach Frankfurt a. d. O. gebracht und starb daselbst am 26. Septbr.1758. Kr hinterliess aus seiner Ehe mit Eleonore Luise v. Bardelebenfünf Söhne und acht Töchter. Von seinen Nachkommen Hessensich mehrere in Schlesien nieder, wo sie noch heute in der Gegendvon Niinptsch und Strehlen begütert sind. In der Gegend von Rei-chenbach besass Carl Ludwig v. K. das Gut Költschen. Der schlesi-schen Linie gehört an der Generalmajor, Commandeur der 5. Caval-lerie-Brigade und Ritter verschiedener Orden, namentlich auch des