Küssow.
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Rath war. — Hans v. K. erwarb sich durch die Rettung des Her-zogs Bogislav X., der in der Belagerung von Pyritz von den Feindenumringt wurde, und in Gefahr war, in Gefangenschaft zu gerathen,Verdienste. ■— Jacob v. Küssow war Hofmarschall des HerzogsPhilipp I., nachdem er als Oberster tapfer in Ungarn gefochten hatte.— Erasmus v. K. bekleidete um das Jahr 1521 ilie Stelle eines Kanz-lers zu Wolgast. — Christian v. K. diente der kaiserl. Armee imJahre 1(337, als sie in Pommern eindrang. — Johannes v. K. trat1(378 als Rath in die Dienste des Kurfürsten von Brandenburg. —Caspar Ernst v. IC. war 1(376 kurbrandenburgischer Oberst von derCavallerie und General - Adjutant. — Dieselbe Charge bekleideteauch Balzer v. K. — Der Erstere hatte das Gut Schöning vom gros-sen Kurfürsten zu Lehn erhalten. — Grampow und Gellin im ran-dowsehen Kreise führt v. Gnndling als Güter der v. IC. auf. Sie sindgegenwärtig neue v. Eickstädt'sch'e Lehne. — Ferner besassen diev. IC. Klein-Küssow und Kunow, auch Megow, Gloxin oder ICloxinim Kreise Pyritz, und ebendaselbst Klücken. Das genannte Gut IClein-lCiissow kam von dem Hauptmann Berndl Christoph v. IC. an seineneinzigen Sohn, den Regierungsrath und Ritter des Johanniterordens,Johann Friedrich, Grafen v. IC., welcher sich 1776 mit seinen Lehns-vettern aus den Häusern Klücken und Megow verglich , so dass seineeinzige lebende Tochter, Friederike Göttliche, geb. Gräfin v. IC., Gem.des Obersten Otto Bogislav v. Zastrow, ein Jahr nach dem Tode ihresVaters, 4000 Thlr. als einen Lehnsstamm den säinmtlichen Lehnsfol-gern bezahlen sollte, diese aber dagegen sich aller Ansprüche an dieLehnstücke begaben, und sie dem Obersten v. Zastrow und seinerGemahlin, gebornen Gräfin v. IC., nach dem im Jahre 1777 erfolgtenTode des Regierungsrathes, Grafen v. IC., iiberliessen. — Ein Enkelder Gräfin, der v. Zastrow auf Rossow und Sassenberg, im KreiseSaatzig, führt gegenwärtig den Namen v. Zastrow und Küssow. —Der genannte Graf Johann Friedrich v. K. erscheint als einer derletzten männlichen Zweige des gräflichen Hauses. — Karl Wilhelm,Graf v. IC., ein Sohn des Hauptmanns Ehrenreich v. IC., auf Krückenund ICloxin, so wie seine Vettern, Balthasar Heinrich Ehrenreich undKarl Adam Friedrich, Grafen v. K., erhielten am 8. August 1752vom Könige Friedrich II. ein Anerkennungsdiplom ihrer Grafenwürde.
Das Wappen der Grafen v. IC. besteht in einem quadrirten Schildemit einem goldenen Mittelschilde, das mit einer goldenen Krone be-deckt ist, und das alte adelige Stammwappen, nämlich drei rotheZweige auf einem dürren Aste, enthält. Im I. und 4. silbernen Feldedes Hanptschildes sieht man einen aufgerichteten halben schwarzenBären, mit einer goldenen Krone und rother ausgeschlagener Zunge,welcher mit dem Kopfe einen rollten Querbalken bedeckt, in derMitte des Leibes aber durch einen rothen Querbalken bedeckt wird;in dem 2. und 3. goldenen Felde aber zwei schwarze rechte Schräg-balken. Das Hauptschild ist mit einer gräflichen Krone bedeckt undüber derselben stehen drei vorwärts gekehrte, frei-oflene, rotli aus-geschlagene, mit goldenen Bügeln und anhängenden gleichmässigenKleinodien gezierte Turnierhelme, von denen der rechts über einergoldenen Krone einen aufgerichteten halben schwarzen Bären miteiner goldenen Krone und rotli ausgeschlagener Zunge, der mittelstedie zum adeligen Wappen der v. K. gehörige roth gekleidete Jung-frau mit einer goldenen Krone und fliegenden Haaren, welche aufdem Kopfe und in jeder lland einen rothen Zweig hat, und der zurLinken drei Pfauenfedern trägt. Zu Schildhaltern sind auf beidenSeiten zwei aufgerichtete poinmersche rothe Greife mit goldenerKrone und roth ausgeschlagener Zunge gewählt. Die Abbildung des