Druckschrift 
3 (1842) I - O
Entstehung
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Könen.

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ist das alte Stammhaus der v. K., eben so Siggelkow. Beide warenstark befestigt, wurden aber von Waldemar II. im Jahre 1170 verwü-stet, weil die v. IC. der alten Stadt Julia Beistand geleistet hatten.Zu Ileckow befand sich ehemals ein altes befestigtes Stammhaus , vondem jetzt noch Trümmer zu sehen sind. Moratz gehört den Her-ren v. Koller-Banner. Der königl. dänische Generallieutenant der In-fanterie, Georg Ludwig, Freiherr v. Koller - Banner, geb. 1720, besassgemeinschaftlich mit seinem Nelfen das Gut Moratz, er folgte auchim Jahre 1770 dein Dompropst v. IC. in dem Besitz tler Güter Die-schcnhagen und Hammer, eben so im Jahre 1781 in dem Besitze vonCantcreck und Lntmannshagen. — Ein Bruder des genannten Ge-nerals starb kinderlos als Hessen-casselscher Oberst. — Aus demHause Reckow war auch Heinrich Albrecht v. K., der 1722 in preuss.Kriegsdienste trat und 1741 Hauptmann wurde. 175G kam er als Ma-jor zu dem Regimenle v. Loen als Commandeur eines Grenadierba-taillons, und erwarb sich 1760 den Orden pour le merite. Er warmit einer v. Koller, aus dem Hause Reckow, vermählt, und hinter-liess nach seinem am 14. Februar 1761 erfolgten Tode nur eine Toch-ter. — In Schlesien besitzen die Erben des am 12. Septbr. 1833 ver-storbenen königl. Oberforstmeisters a. D., Kurl Ludwig v. IC., dasGut Altwasser bei Glogau. — Ein Hauptmann v. IC. ist gegenwärtigLandrath des Kreises Angerburg im Regierungsbezirke Gumbinnen.Ein anderer v. K. auf Jasenitz (früher ein Amtsdorf) ist Landrath desrandowscheii Kreises im Regierungsbezirke Stettin. — Ein Freiherrv. K. ist Landrath des Kreises Glaz. — Ein Capitain v. ICöller, derfrüher im Regimente v. Alvensleben stand, erwarb sich bei Magde-burg das eiserne Kreuz 2. Ciasse und schied 1820 als aggregirter Ca-pitain des 26. Infanterie-Regiments aus. — Ein Capitain v. IC., ge-genwärtig a. !)., erhielt dasselbe Ehrenzeichen bei Namur.

Die v. ICöller in Hinterpommern führen eine rothe Raute im sil-bernen Felde, und auf dem Helme eine Jungfrau mit fliegenden Haa-ren, deren Kleid roth und silbern qnadrirt gezeichnet ist, die injeder Hand eine silberne Lilie und auf dem Kopfe drei Messerklingenhat. Nach Elzow's potnmerschem Adelsspiegel führen die v. K. inVorpommern und Holstein eine blaue Fensterraute im rothen Schildeund auf dem Helme zwischen zwei blauen Rauten drei Straussfedern'von denen die mittelste blau, die andern beiden roth sind. AI. s. Brfin-ge mann , I. Theil 2s Hauptstück. Sinap., II. S. 718. Gauho I S 788Alicräl,, S. 496. '

Könen, die Herren von.

1) Ein uraltes adeliges Geschlecht dieses Namens gehörte den cle-vischen Landen an. Aus ihm ist Friedrich Wilhelm v. Könen Frei-herr v. Segenwerph, königl. preuss. Oberst und Chef eines Regimentszu Fuss, hervorgegangen. Im Jahre 1602 war er Capitain im dama-ligen Regimente Lottuin, 1703 wurde er Major, 1705 Oberstlieute-nant, 1700 aber Oberst und 1718 Chef des Lottumschen Regiments.Allen Schlachten und Belagerungen im spanischen Erbfolgekriege hater mit diesem beigewohnt. Er starb am 25. August 1720, war mitKatharina Friederike Charlotte, gebornen Reichsgräfin v. Byland-Haltvermählt, und hinterliess aus dieser Ehe einen Sohn und drei Töch-ter. Seine Wittwe vermählte sich nachmals mit dem nreuss Generil"lieutenant George Christoph v. ICreyzen. 1 vaenerat-

2) Der König Friedrich II. erhob am 29. April 1749 den Präsidenten der clevesclien Regierung, Abraham Könen, in den Adelstand"