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Koller.
werden. Nach des gedachten Königs Tode trat Hans v. K. in dieDienste des Grossherzogs Alexander von Florenz. Von diesem erhielter abermals eine Vermehrung seines Wappens. In späterer Zeit er-warben die v. K. bedeutende Güter in Schlesien, namentlich war Joa-chim v. K. Herr der Güter Rischtern (Rüstern), Retsclnnannsdorf?und Malmitz. Durch seine Vermählung mit Bartholomäus Gerstinannsauf Gr. Jänewitz, Siegendorf, S'cbmochwitz, I'anthen u. s. w., Tochtererwarb er Siegendorf. Auch iin Militzschen besassen die v. K. Güter;Emst Hemntmu v. K. war Herr auf Nieder- Woydnikawe im Militz-schen. In neuerer Zeit theilte sicli die Familie v. K. in die HäuserReisicht bei llaynau und Kittlitztreben. Das Haus Reisicht ist imMannesstamme ausgestorben; der letzte Zweig dieses Hauses war ErnstHeinrich v. K., königl. Kaminerlierr, Kr nahm mit königl. Krlaubnissden Namen und das Wappen seines verstorbenen Schwiegervaters, desFreiherrn v. Bibran, an, und schrieb sich seitdem v. IC., genannt v.Bibran und Modlau. Kr starb am 20. Septbr. 1832 und hinterliess nureine Tochter, Agnes v. IC., genannt v. Bibran und Modlau, die anden Freiherrn Ludwig v. Senden vermählt ist. — Noch blüht dasHaus Kittlitztreben, dessen Haupt der Landrath des bunzlauer Krei-ses und Major a. D. v. K., Herr auf Kittlitztreben u. s. w., Ritterdes Ordens pour le merite (erworben bei Grandpre in Frankreich imJahre 1792; er ist dem Datum der Verleihung nach der vierte der jetztlebenden Ritter dieses Ordens) ist. Sein Vater war der Generalmajor undChef des Leibkiirassier- Regiments, auch Ritter des Ordens pour lemerite v. K., der im Jahre 180-i zu Schönebeck gestorben ist. KinSohn des Letztern und Stiefbruder des Landraths ist der Major v. IC.im 40. Infanterieregimente, und Ritter des eisernen Kreuzes (erwor-ben bei Arnheim). — Noch dienen Knkel des Generals in der Ar-mee, und einer, der Sohn des Landraths v. K., ist Justizrath zuB unzlau.
Das ursprüngliche Wappen der Familie waren zwei in einandergehängte rothe Sparren im silbernen Schilde, Dasselbe wurde ver-mehrt durch den König Ludwig von Ungarn mit einem blauen Haupt-schilde, in dem drei goldene Flügel waren, und durch den Grossher-zog Alexander von Florenz mit einem kleinen dreieckigen blauenSchilde, in dem eine silberne Lilie vorgestellt ist. Auf dem gekrön-ten Helme sind drei goldene Rosen, worauf ein halb blau und halbrother, halb nackter Arm ruht, der eine grüne Fackel in der Handhält, dargestellt ist. Die Helmdecken sind blau und roth. v. Medingbeschreibt das Wappen derselben, III. No. 422. Nachrichten von die-sem Geschlechte giebt Sinapius, I. S, 525 und II. S, 738 — 40, Gauhe,IL S. 547 u. f.
Koller, die Freilierrcn und Herren von.
Die v. Koller gehören in Pommern zu den ältesten Familien desLandes, auch hat sich ein Ast davon ins Ilolsteinsche gewendet, undmehrere Zweige haben sich in anderen Provinzen, namentlich in Schle-sien, niedergelassen. Auch in Schweden sind sie iin Heere und inder Administration zu Würden und Ehrenstellen gelangt. — In Pom-mern besassen sie im alten Greilfenbergschen Kreise viele Güter, diezum Theil noch in der Gegenwart sich in den Händen der Familiebelinden, namentlich Reckow, Dobberpfuhl, Görke, Moratz u. s, w.(jetzt in den Kreis Camin gehörig). Auch nennt v. Gundling Bever-dik , Cantereck, Dieschenhagen , Lutmannshagen , Kockit, Schwanzha-gen , Siggelkow und Hammer als v. Köllersche Güter. Dieschenhagen