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Kcul — Keulen.
bürg waren, stiebten aber im Jahre 1788 beim Könige Friedrich Wil-helm II. um die Erlaubniss nach, ihren alten Adel wieder aufnehmenzu dürfen, lind erhielten diese durch das Adels-Renovationsi>atentvom 14. Juni 1789; die Söhne dieser standen sämmtlich in preussi-schen Militairdiensten bei den ostpreussischen Husaren- und Dragoner-Regimentern. Theodur von Keudell hat sich als einer der eifrigstenund grössten Pferdezüchter in Preussen einen Namen gemacht, undschon im Jahre 1788 vom Könige Friedrich Wilhelm II. die goldeneMedaille für die Verbesserung der Pferdezucht erhalten; als im Jahre1791 ein Tlieil von Polen mit Preussen vereinigt wurde, erkaufteTheodor von Kendell vom Fürsten Czartoryski die im damaligen Neu-ostpreussen am Niemenflusse belegene Herrschaft Nieder-Gielgudisch-ken, die jetzt zum Königreiche Polen gehört, wodurch ein Theil derFamilie von Keudell jetzt auch in Polen ansässig geworden ist. Theo-dor von Keudell hat sich auch dadurch ausgezeichnet, dass er einerder ersten Landwirthe Preussens gewesen ist, der den Kleebau in die-ser Provinz eingeführt hat.
Das alte Wappen der von Kendelischen Familie ist ein silbernesSchild, in dem sechs schwarze wilde Schweinszähne zu drei an jederSeite über einem grünen Querbalken stehen, mit zwei weissen wildenSchweinsohren auf dem Helme, v. Meding beschreibt dieses Wappenfolgendermassen: Im silbernen Schilde kommen aus jedem Seitenrandedrei sich gegen die Mitte beugende und berührende schwarze Spitzep;unter diesen steht ein schmaler grüner Balken, der die unterste Spitzejeder Seite berührt. Auf dem Helme liegt eine runde schwarze Miitzemit silbernem Ueberschlag, an dem auf jeder Seite ein langes silber-nes Ohr befestigt ist, das linke zeigt die Oelfnnng. Helmdeckenschwarz und silbern. Siebmacher giebt dieses Wappen, I. S. 135.Nächrichten von dieser Familie giebt Gaulle, I. S. 745. Gstörs Ah-nenprobe Tab. II. in dem Stammbaum der v. Liitter, 509.
Kcul, die Herren von.
In Schlesien war noch im 17. Jahrhunderte ein adeliges Geschlecht,das sich von Ken], auch v. Keule schrieb. — Johann Keule war 1442der Herzogin Elisabeth von Liegnitz Burggraf. Gioss und Klein Pol-witz, Polilsdorf und Merzdorf, so wie Kalthaus und Rengersdorf, wa-ren im 16. und 17. Jahrhunderte Güter dieser Familie Sie führtenim blauen Schilde zwei weisse, iibers Kreuz gelegte, silberne Keulenund auf dem Helme drei Siraussfedern (blau, weiss, blau). Deckenin Silber und Blau. Dieses Wappen beschreibt Sinapius, I. B. S. 510,und von Meding, II. Tb. N. 4öS. Gauhe giebt 1. B. S. 746 Nachrichtvon dieser Familie nach Sinapius I. B. S. 510 und II. B. S. 721.
Keulen, die Herren von.
Von Keulen, auch von Knien, ist der Name einer adeligen Fa-milie in Pommern, die bei Lauenburg begütert war, ursprünglich aberzum stettinschen Adel gezählt wurde. Ihr Wappen hat Aehulichkeitmit der scldesischen adeligen Familie Keul oder Keuler. Sie führt imrotlien Schilde zwei ins Andreaskreuz gelegte Streitkolben; diesesBild wiederholt sich auf dem ungekrönten Helme. Decken golden undroth. Siebmacher, V. Th S. 172. von Meding, 11. Tli. N. 439. Mi-crälius gedenkt dieser Familie S. 494.