Kickcbusch •— Kien.
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Kiekebnseh (Kykpnsck), die Herren von.
Diese Familie erscheint in früheren Zeiten mit dem NamenK.iekebusch, erst später iinden wir sie grösstenteils Kykbnsch undKykpusch geschrieben. Ihr Stammhans soll das Dorf Kiekbusch un-weit Teltow sein, das aber schon frühzeitig an die v. Beer gekommenist. Wenn sie auf diese Weise ihrer Abstammung nach dem märkischenAdel angehören, so scheinen sie doch schon frühzeitig in den Markenausgegangen zu sein, um dagegen in Schlesien im Besitze beträcht-licher Güter fortzublühen. Reinhard v. K., auf Reinsdorf, Pommer-schwitz, war im Jahre 1635 fiirstl. Liechtenstein'scher Rath. Er warein Urenkel des Thomas von und auf Kiekbusch und der Barbara v.Tschertwitz. Eine Linie dieser Familie hatte sich auch in den fiirstl.schwarzburg'schen Landen und im Sächsischen niedergelassen; zuihr gehörte der fiirstl. schwarzburg-rudolstadfsche Kanzler v. Kyk-pusch. Ein Sohn desselben war Ltulwig v. K., der am 4. Septbr.1827 als königl. preuss. Generalmajor und Commandant von Silberberggestorben ist. Er hatte zuerst in dem Infanterieregiment, damalsv. Lengefeld in Magdeburg, später im Generalstabe gestanden, beiFriedrichsstadt in Kurland am 18. Novbr. 1812 den Orden pour lemerite, und am 27. August 1813, wo er in dem Gefechte bei Havels-berg als Oberstlientenant vom Generalstabe vortreffliche Dienste lei-stete, das eiserne Kreuz erhalten; 1815 wurde er zuerst Commandantvon Pillau, später von Trier, 1817 von Silberberg und 1820 war erzum Generalmajor befördert worden. — Es stehen noch in der Ge-genwart mehrere v. K. in der Armee; es sind die Söline und Nach-kommen der im Dragoner-Regiment vacant v. Rhein gestandenen v.Ii., von denen der ältere 1811 Oberstlieutenant war, dann als Oberstim Pensionsstande 1813 gestorben ist, der jüngere aber Capitain warund im Jahre 1817 als Major des 17. Infanterie-Reg. ausgeschiedenist. — In dem Regiment v. Reinhard stand ein Capitain v. K., derals Major des 7. schlesischen Landwehrregiments 1813 auf dem Feldeder Ehre geblieben ist. — Im Jahre 1806 stand auch ein Fähnrichv. K. im Regiment Courbiere; er war zuletzt Rittmeister im 1. Dra-gonerregiment und hat sich das eiserne Kreuz in der Schlacht an derKatzbach erworben.
Diese adelige Familie führt ein getheiltes, oben rothes, nntengoldenes Schild ; dasselbe wird in der Mitte durch eine silberne Qner-strasse, die mit drei Granatäpfeln belegt ist, getheilt. Aus dem ge-krönten Ilelme wächst ein roth, weiss und goldgekleidetes Bild, mitgoldenen Biegenden Haaren und grünem Kranze auf dem Haupte, vondessen Halse ein Jägerhorn hängt. Helmdecken rotli und Gold.
M. s. auch Sinap. I. S. 511. und II. S. 723. Hörschelmanns Adels-hist. I. S. 119 — 128* Gauhe I. S. 751. v. Meding beschreibt dasWappen I. S. 414.
Kien, die Herren von.
Der König Friedrich Wilhelm I. erhob die Brüder Christoph Emstund .Johann Friedrich Kien am 11. Februar 1721 in den Adelstand.Der Erstere war Ollizier bei der englischen Garde-Cavallerie, derLetztere aber Hauptmann bei dem markgräflich anspaclfschen Regi-ment. Sie scheinen keine Nachkommen hinterlassen zu haben wenTg-stens kommt dieser Name nicht mehr bei uns vor.