Kestcloot — Kcttler.
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Kcsteloot (tl), die Herren von.
Die von Kesteloot sind aus den Niederlanden nach Preus-sen ge-kommen. Hier ist ßomkicken ein altes Gut der v. KestelootschenFamilie. — In der Armee stellt gegenwärtig der Generalmajor y. Ke-steloott, Commandeur der 14. Infanterie-Brigade, er stand bis zumJahre 18011 in dem Infanterie-Regimente von Besser. Herselbe erhieltim Jahre 1809 für seine in der Campagne 180A in Prenssen geleiste-ten Dienste den Orden pour le merite, und im Treffen bei Wavre(181.0) erwarb er sich das eiserne Kreuz 1. Classe. Als Oberst com-mandirte er das 39. und 40. Infanterie-Regiment. — Kin Hauptmannv. Kesteloott, der früher im Füsilierbataillon v. Wackenitz, der 1.ostprenss. Füsilierbrigade gestanden hatte, fiel in einer der erstenSchlachten des Jahres 1813. — Kin pensionirter Major v. Kesteloott,der früher im Regimente Tawarzysz, zuletzt beim 3. Uhlanen - Regi-mente gestanden hatte, starb 1870.
Ketcl, die Herren von.
Von Ivetel, auch Kettel und Kettele ist der Name eines erlosche-nen Geschlechtes, das zum alten Stammadel der Insel Rügen gehörte.Sein Stammhaus Ketelshagen liegt beim Städtchen Pu.tbus. Ks führteein gespaltenes silbernes Schild, die rechte Seite war schwarz gestreift,die linke mit fünfzehn Pfennigen in fünf Reihen, jede zu drei belegt.Auf dem Helme standen drei blühende Lilien.
Kettelliack, die Herren von.
Kin erloschenes, altadeliges Geschlecht in Pommern und in derUckermark. In Pommern waren die y. K. Herren auf Vanselow undLeppin, in der Uckermark besassen sie Strehlow (Strelow). Die Gü-ter in Pommern wurden nacli dein Erlöschen der v. Kettelhack Mol-zahnsche (Malzahnsche) Lehne.
Kettler, die Freiherren und Herren von.
Ein altadeliges und freiherrliches Geschlecht in Westphalen und denRheinlanden, von dem sich auch ein Ast nach Pommern, und verschie-dene Zweige nach Kurland gewendet haben. Die westphälische Fami-lie führt auch den Beinamen zum Harkotten, das Stammhaus des gan-zen Geschlechtes aber heisst Kettelberg und liegt im Cülnischen. Ksbestanden neun verschiedene Linien dieses Geschlechtes. — Franz v.Kettler war im IG. Jahrhunderte gefiirsteter Abt zu Corvey. — KinNeffe von ihm, Wilhelm v. K., war bis zum Jahre 1557 Bischof zuMünster. — Gotthard III., Freiherr v. K., wurde im Jahre 1559 Heer-meister des deutschen Ordens in Liefland. Er schloss im Jahre 1501mit dem Könige Sigismund August von Polen einen Tractat, nach wel-chem der Krone Polen ganz Liefiand abgetreten wurde, dagegen warder von Polen mit Kurland und Semgalien unter dem Titel eines welt-lichen, erblichen Herzogthums belohnt. Seine Nachkommen regiertenbis zum 4. Mai 1737, wo mit dem Herzoge Ferdinand von Kurlandaus dem Hause Kettler diese ersten Herzöge von Kurland im Man-nesstamme ausstarben. Die v. K. in Pommern werden von mehrerenSchriftstellern als Afterlehnsleute der v. Borck genannt, jedoch wer-