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Kesslitz.
Franzlscn , Gräfin v. Fünfkirchen, geb. ilen 23. Juli 1800, Toch-ter des am 31. Mai 1815 verstorbenen Grafen Johann Franz dePaula, vermählt 1) den 18. Januar 1825 mit dein Grafen Cle-mens v. K., und 2) den 25. Novbr. 1830 mit dem Grafen Georgv. Stockau.
Dessen Söhne:
a) Franz, Graf v. K., geb. zu Wien den 27. Febr. 1826.
b) Clemens, Graf v. K., geb. zu Wien den 28. Januar 1829.
5) Marie Kunigunde, Grälin v. K., geb. zu Mainz den 28. Aug. 1794,
vermählt seit dem 6. August 1815 mit Johann Philipp Franz Jo-seph, Grafen v. Stadion - Thannhausen, von der philipp. Linie.
6) Johann Philipp, Graf v. K., geb. zu Prag am 7. Januar 1799,kaiserl. königl. Kittmeister im Uhlanenregiinent Fürst Schwar-zenberg.
III) Edmund, Graf v. K., geb. zu Trier den 26. Juli 1765, Dom-herr des ehemaligen Domstifts Wurzburg, Eichstädt und Passau.
Die Grafen v. Kesselstatt führen ein goldenes, mit einem rothenAndreaskreuze, zwischen dessen Winkeln vier grüne Seeblätter ange-bracht sind, belegtes Schild, in dessen Mitte ein silbernes Herzschild-lein, worin ein rother rechtsschreitender Basilisk (das eigentliche ur-alte Wappen der v. K.) dargestellt ist, sich befindet. Das Schild deckteine reichsgrälliche Krone, welche drei gekrönte Helme trägt. Aufdem mittlem ist ein schwarzer Adler; auf dem rechten wächst der ro-the Basilisk, und auf dem linken ist ein weisser, roth aufgezäumter,Pferdekopf vorgestellt. Zwei goldene, rückwärts schauende Löwen, de-ren äussere Schulter mit einem grünen Seeblatte belegt ist, sind zuSchildhaltern gewählt. Die Decken sind rechts silbern und roth, linksroth und golden.
Nachrichten über diese Familie, so wie auch deren Wappen, fin-det man in Kobens, 11. S. 357 u. f. Gauhe, I. S. 740 u. f. v. Hatt-stein, I. S. 337 — 40. Iluinbracht, Tab. 199.
Kesslitz, die Freiherren und Herren von.
Ein altadeliges Geschlecht in Schlesien, das früher sehr zahlreichund begütert war. — Der erste Edelmann dieses Namens kommt umdas Jahr 1591 vor, nämlich Christoph v. Kesslitz, der des HerzogsFriedrich IV. Kammerjunker war. ■— Um das Jahr 1648 lebte Hansv. K., Herr auf Lettnitz und Schweinitz im Glogauischen. Der Lan-desälteste Maximilian v. K. zu Glogau wurde am 13. Juni 1704 in denböhmischen Freiherrnstand erhoben. — Karl , Freiherr v. K., warzu Anfange des 18- Jahrhunderts hochfürstl. lobkowitzer Amtsverwescrim Fürstenthume Sagau. — Auch besass diese Familie die Güter Gol-gowitz, Sajisch und Merzdorf im Glogauischen. — Im Jahre 1806 warein Lieutenant a. D. Postmeister zu Haynau. Gegenwärtig steht einPremier-Lieutenant Baron v. K. im 23. Infanterie-Reginiente.
Das Wappen der v. K. zeigt einen weissen Balken, der von derobern linken zur untern rechten Seite das Schild tlieilt; in dem vor-deren schwarzen Theile ist ein rother Stern, und in der andern ro-then Hälfte ein schwarzer Stern angebracht. Der Helm ist mit dreiStraussfedern geschmückt (roth, schwarz, weiss). Dieses Wappen giebtSiebmacher, I. S. 57. v. Meding beschreibt es, II. N. 433. Gauhe er-wähnt diese Familie, I. S. 742, und Sinap., I. S. 509. II. S. 347.