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3 (1842) I - O
Entstehung
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Kessel.

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rer Güter in Schlesien, vom Könige Friedrich II. in den Grafenstanderhoben. In den Kheinlanden führt eine Linie der Freiherren vondem Busche-Ippenburg den Beinamen v. Kessel, namentlich der Frei-herr Julius v. d. Busche-Ippenburg, genannt v. Kessel, künigl. preuss.Kammerherr.

In preuss. Kriegsdiensten haben sich mehrere Mitglieder ganz be-sonders ausgezeichnet, vorzüglich gehört hierher:

Gustav Friedrich v. IC., der am 18. Novbr. 1760 zu Klein - EII-guth im Fiirstenthume Oels geboren, sehr zeitig als Page an den fürst).Karolathschen Hof kam, sodann aber im Jahre 1776 -in das Infanterie-Begiment v. Flemming eintrat. Friedrich II. wünschte einige Schle-sien' bei seiner Garde zu haben, und so kam v. K. drei Jahre daraufals Fähnrich zum Bataillon Leibgarde. Er blieb in diesem Kegimenlebis zum Jahre 1813, nachdem er von Stufe zu Stufe bis zum Gene-ralmajor emporgestiegen war. Besonders zeichnete er sich bei der Be-lagerung von Mainz, Landau und in dem Gefechte bei Trippstadt,auch in der Schlacht bei Auerstädt durch Unerschrockenheit und Ent-schlossenheit aus. Nachdem die Garden 1806 als Kriegsgefangene ent-lassen wurden, ward er 1807 durch die besondere Gnade des Königsausgewechselt. 1813 bekam er den Befehl, dem Kronprinzen Unter-richt im Exerziren zu eltheilen, dann blieb er in Breslau, um 20 Re-serve-Bataillons zu formiren. In demselben Jahre ward er Conunan-dant von Breslau, im Jahre 1817 aber Inspecteur der Landwehr undGenerallieutenant. Im Jahre 1819 kam er als Commandant des Inva-lidenhauses nach Berlin und feierte daselbst im Jahre 1826 sein 50jäh-riges Dienstjubiläum, wobei ihn seine Majestät mit dem rotlien Adler-orden 1. Classe mit Eichenlaub beehrte. Seine Kränklichkeit nahmimmer mehr überhand, bis ein Schlagfluss am 18. Septbr. 1827 sei-nem Leben ein Ende machte. Seine VVittwe lebt in Berlin, und meh-rere Söhne von ihm dienen in der Armee, namentlich im 1. Garde-regiment. Der älteste von ihnen, der Capitain v. K., erwarb daseiserne Kreuz bei Gr. Götschen Demselben Orden erwarb sichder Bittmeister, jetzt a. D., v. K., bei Bautzen; ferner der Premier-Lieutenant im 18. Landwehrregiment v. Kessel bei Belle Alliance, undein Hauptmann v. IC., jetzt a. I)., bei Ligny. Ein Bittmeister v. IC.ist gegenwärtig ltendant bei dem Traindepot in Posen.

Die v. IC. in Schlesien führen im blauen Schilde ein goldenes Jä-gerhorn, unter diesem drei goldene Sterne im umgekehrten Triangel,auf dem Helme zwei braune Hirschhörner (Sechsender); zwischen den-selben steht wieder ein goldener Stern. Dasselbe Wappen führte auchdie in den Grafenstand erhobene Linie, nur ist der Helm mit einerneunperligen Krone bedeckt und das Schild von zwei preuss. Adlerngehalten. Das Laubwerk blau und golden.

In Beziehung auf die Familie Borau, Kessel genannt, ist zu be-merken, dass sie ebenfalls zur schlesischen Kitterschaft gezählt wurde.Schon zur Zeit der Tartarenschlacht und der heiligen Hedwig werdenBitter aus diesem Hause genannt, doch linden wir sie bis in die Mittedes 16. Jahrhunderts Mos Borau, und später mit dem Zunamen, ge-nannt Kessel, aufgeführt. Im Jahre 1288 iindet sich ein ISerlholdde Borau unter dem Herzoge Heinrich dem Dicken zu Liegnitz.Um das Jahr 1461 ging lhins v. Borau, von Weimar aus, im Gefolgedes Herzogs Wilhelm zu Sachsen mit zum heiligen Grabe in das ge-lobte Land. Kaspar v. Borau war um das Jahr 150i der HerzögeAlbrecht und Karl zu Münsterberg und Oels Kanzler. Am 8. April1703 starb Georg Ernst v. Borau, Kessel genannt; er war künigl.polnischer und kurfürstl. sächsischer General- Haus- und Land-Zeu»-

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