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Kessel — Kessclstatt.
meister, Ober-Inspector der Fortification und Militairgebäude, auchHerr auf Boberseni.
Die Familie v. Borau, Kessel genannt, führt ein der Quere nacliin drei Theile zerfallendes Schild. Der obere Theil ist weiss und mitdrei rothen Kosen geziert, der mittlere Theil ist roth und ohne Bild,der untere aber wieder weiss und ohne Wappenbild. In den Rheinlan-den führte die Familie den Beinamen Bodelnberg, oder vielmehr denNamen Bodelnberg, genannt Kessel. Sie führt im silbernen Schildeeine, oben viermal, unten dreimal gezinkte schwarze Mauer, und aufdem Helme den Kopf einer weissen Dogge mit roth ausgeschlagenerZunge. Statt des Halsbandes war sie mit dem Bilde der schwarzenMa\ier belegt. Mauer und Doggenkopf ist gegenwärtig ein Bestand-theil des Wappens der Freiherren v. d. Busche, genannt Kessel.
Mehreres ersehe man in der Olsnographia, P. I. pag. 822. Hermann,Prax. Herald. P. II. Sinapius, I. S. 50Ö— 9, und II. S. 720. Gauhe,I. S. 739.
Kessel v. Bergen, die Herren.
Kin ausgestorbenes, rheinländisches Geschlecht, welches im 15.Jahrhunderte vorkommt, aber im Jahre 1020 völlig ausgegangen ist.M. sehe Gauhe, I. S. 740. v. Humbracht, Tab. 275. v. Meding be-schreibt das Wappen, II. No. 431 und S. 120.
Kesselstatt, die Grafen, Freiherren und Herren von.
Diese gräiliche Familie gehört der preuss. Rheinprovinz, in Be-ziehung auf ihre bedeutenden Besitzungen, die sie in den heutigen Re-gierungsbezirken Trier, Aachen und Cöln besass und zum Theil nochbesitzt, an. Namentlich waren Lössenich und Bansendorf, Föhren,Ahrenrath , Becond, Dodenburg, Bruch, Scharfbillich, Stolberg, Herr-schaften, die diesem Hause angehörten, ehe das linke Rheinufer inden Besitz Frankreichs kam. Schon seit dem 15. Jahrhunderte habendie Herren , und Freiherren , später Grafen v. Kesselstatt die erstenHof- und Landesämter im Kurfürstenthume Trier bekleidet, obgleichihr Stammsitz, das Schloss und die Herrschaft Kesselstatt, die schonlängst in andern Händen ist, in der Grafschaft Hanau liegt. Von daans verpflanzte sich das Geschlecht nach dem Rheine, wo zuerst Jo-hann v. K. mit dem Beinamen Moir als kurtrierscher Marschall undBurgmann zu Montabaur vorkommt. Kr war mit einer Freiin v. Bü-desheim vermählt. Auf dem linken Rheinnfer kommt zuerst Frie-drich I. v. K. als Burgherr von Klotten an der Mosel vor. — Frie-drich II. v. K. war Herr zu Föhren oder Füren, einer drei Stundenvon Trier gelegenen festen Burg. — Einer seiner Nachkommen, Georgzu K., Herr zu Föhren, Lehnherr zu Nonhe, Burgherr zu Kroeif undKlotten, kurtrierscher Burgmann zu Daun, war dreimal vermählt;zuerst mit einer Engel v. Enschringen, zweitens mit Amalie v. Kind-hausen , und drittens mit Gertrud Oisburg. Aus der ersten Ehe wargeboren Johann Hugo Casimir Edmund, Graf v. K., Herr zu Föhren,Anrath, Bruch, Scharfbillich, Dodenburg, Lösenich und Stolberg, Erb-kämmerer des Erzstifts Trier, kaiserl. und kurtrierscher GeheimerRath, Landhofmeister, Erbobervoigt im Croverreich und Amtmann zuPfalzell, kuriiirstl. kölnischer Oberamtmann zu Rense, erbetener Rit-terrath der unmittelbaren freien Reichsritterschaft am Niederrhein. Krwar vermählt mit einer Freiin Knebel von Katzenelnbogen. — Diese