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Kessel.
nenregiment zu Potsdam. — Per älteste Domherr zu Minden war,als das Capitel aufgehoben wurde, ein Freiherr v. Kerssenbruck. —Kin anderer v. Kerssenbruck besitzt das Gut Barentrup im Fürsten-tliume Lippe-Detmold, und ist seit 1814 Bitter des prenss. Johanni-terordens. — Kin Premier-Lieutenant v. Kerssenbrock, der zuletztim Lt. Infant.-Regt, stand, hat sich hei Ligny das eiserne Kreuz er-worben. M. sehe auch den Artikel: die Grafen v. Sclnniesing.
Siebmacher giebt das Wappen der v. K. unter den sächsischen,I. S. 170, und unter den westphälischen, I. S. 187. Das ersterc zeigtim goldenen Schilde einen von der obern rechten zur untern linkenSeite gezogenen, mit drei rothen Rosen belegten blauen Balken, undauf dem Helme einen Bund, aus dem ein goldener Adlerflug empor-steigt. Jeder Flügel ist mit dem im Schilde erwähnten blauen Balkenund den drei Rosen belegt. Bei den westphälischen v. K. ist der Bal-ken silbern und der Helm ohne Bund. Mehreres ersieht man inGaulie, 1. S. 737 — 39.
Kessel, die Grafen und Herren von.
Das alte hochberiihmte Geschlecht von Kessel Jhat den Ritter-schlag schon vom Kaiser Heinrich 1. in den wendischen und hunni-schen Kriegen erhalten, und ist nach und nach zu der niederrheini-schen, sächsischen und schlesischen Ritterschaft gezählt worden. Se-bnstian v. K. befand sich schon im Jahre 1209 auf dem Turniere zuWorms, und Wilhelm K. v. Rode im Jahre 1337 auf dem Turnierezu Ingelheim am Rhein. — In Sachsen ist das Schloss Tscheutsch beiAltenburg ein Stammhaus dieser Familie; ein gleichnamiges Geschlecht,aber durch das Wappen ganz verschieden, schreibt sich Borau vonKessel, auch Borau, Kessel genannt. Nach Schlesien kam sie umdas Jahr 1621. Ks waren Söhne aus dem Hause Tscheutsch, nament-lich Hans Friedrich und Wolf Christoph v. K. und Tscheutsch, derenMutter eine geborne v. Etzdorf, Hofmeisterin an dem herzog!, miin-sterberg-ülsischen Hofe war. Ilans Friedrich v. K. wurde Hofmar-scliall bei dem Herzoge Karl Friedrich zu Oels; er starb, erst 28 Jahralt, im Jahre 1638 und liegt in der Schlosskirche zu Oels begraben,wo sein Epitaphium zu tinden ist. Sein Bruder, Wolf Christoph v.K.,Herr auf Michelwitz, Glauche und Brukoczine, folgte ihm in der Würdeeines Hofmarschalls. Er starb am 29. Juli 1661, und sein|Grabmal be-lindet sich in derselben Kirche. — Von seinen Nachkommen war wie-der Christoph Wilhelm v. IC. im Jahre 1684 Hofmarschall und Lan-desältester in Oels; er pflanzte seinen Stamm durch sechs Söhne undsechs Töchter fort. Sein Wahlspruch war: „redlich währt am läng-sten". Kr starb 1708. Endlich bekleidete auch Christian Wilhelmv. K. und Tscheutsch auf Brukoczine, Zeutz und Michelwitz, zuerstdie Stelle eines Oberschenken, später eines Hofmarschalls an dem Hofeder Herzoge von Oels und Bernstadt. — Kin Bruder von ihm besassdas Gut Malian im Trebnitzschen, Wolf gang Christoph v. K. aber Mäd-litz in derselben Landschaft, und Johann Emst v. K. erwarb Mösch-litz in der freien Standesherrschaft Wartenberg. Später ist auch Raake,als ein Majorat, das noch gegenwärtig ein Besitzthum der Familie ist,an dieselbe gekommen. Dieser schöne Rittersitz liegt bei Oels, undgehört jetzt dem Landesältesten und Johanniterritter v. K. — Im Glo-gauischen besitzt der Lieutenant v. d. A., Kreisdeputirte und Ritterdes eisernen Kreuzes 2. Classe v. IC. das Gut Leschkowitz, und einanderer Kreisdeputirte v. K. besitzt Zeisdorf bei Sprottau. — Am 9.Februar des Jahres 1774 wurde Karl Wilhelm v. IC., Besitzer mehre-