Druckschrift 
3 (1842) I - O
Entstehung
Seite
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Kern Kersscnbrock.

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Kin anderer v. K. war Major und Commandern- des Kürassierregimentsv. Wagenfeld in Warschau ; er wurde im Jahre 1806 pensionirt undist im Jahre 1809 gestorben. Kin Sohn desselben diente noch um dasJahr 1820 im 1. Kürassierregiment. In der Neumark besass im vori-gen Jahrhunderte diese Familie das Gut Kamin im Kreise Arnswalde.Diese adelige Familie führt im silbernen Felde einen Greifenfuss, aufdem mit einem Bunde belegten Helme steht ein eben solcher gestürzt,zwischen zwei Straussfedern.

Kern, die Freiherren und Herren von.

Die adelige Familie v. Kern stammt aus Baiern. Eine Linie der-selben ist seit langen Zeiten in Oesterreich einheimisch, mehrere Glie-der erhielten auch die Freiherrnwürde. Von der österreichischen Li-nie sind einige Zweige nach Schlesien und in die preuss. Armee ge-kommen. In Schlesien besassen sie früher Güter, namentlich Leipeund Ludwigsdorf bei Neisse. Zu Wartha in Schlesien lebte Franz v.Kern, Feuer-Bürgermeister, und sein Sohn, Anton v. K., der demVater im Amte substituirt war. Im Regimente Pelchrzim zu Neissestand ein Lieutenant v. K., der 1814 Lazareth - Inspector in Ottma-chau war. Kin Bruder desselben ist ältester Capitain im 19. Infante-rie-Regiment; er erwarb sich bei Ligny das eiserne Kreuz. Kindritter v. K., der 1806 im Infant. - Regt. v. Tschepe zu Fraustadtstand, ist 1822 als Schleusen-Controleur am Klodnitz-Kanal bei Co-sel gestorben.

Diese Familie führt ein gelheiltes Schild; in der obern schwarzenHälfte ist ein nach der rechten Seite aufspringender Greif vorgestellt.Die untere Hälfte ist durch einen Spitzenschnitt in Roth und Silbergetheilt; in den rothen Theilen sind drei Kornähren, im silbernenTheile eine aufspringende Hündin (Hirschkuh) angebracht. Auf demgekrönten Helme steht der goldene Greif verkürzt. Die Helmdeckensind rechts golden und schwarz, links silbern und roth. Eine Li-nie führt im blauen Schilde einen goldenen Mond und dabei zweiSterne, und auf dem Helme zwei blaue Flügel. Die Helmdecken sindgolden und blau.

Kersscnbrock, die Freiherren lind Herren von.

Diese ursprünglich Osnabrück angehörige, uralte und vornehme Fa-milie wird auch Kersenbroeik, Kersenbruck, Kerstenbruck, Kaersenbruch,Kerssenbruch und Kassebrock geschrieben gefunden. Ihr Stammhausoder vornehmster Besitz seit uralten Zeiten ist das Schloss Brinke, das inder ehemaligen Grafschaft Ravensberg und deren Vogtei Borkholzhau-sen, gegenwärtig zum Kreise Halle des Regierungsbezirks Minden ge-hörig, liegt, und zu den alten landtagsfähigen Rittersitzen gehört.Dieses Haus zerlallt in die katholische und in die evangelische Linie.Von der evangelischen sind verschiedene Zweige in der Provinz Sach-sen und im Fürstenthume Lippe ansässig, eben so auch in Pommern,wo den v. K.'schen Erben das Gut Beweringen im Kreise Saatzig ge-hört. Der erstem gehört Bernhard, Freiherr v. Kerssenbrock, Erb-herr auf llelmsdorf und königl. Landrath im mansfelder See-Kreisean. Er war mit Antonie, Grälin v. Alvensleben, einer Schwester deswirklichen Geheimen Raths und Chef des Finanzministeriums, Grafenv. Alvensleben, vermählt; sie starb am 9. October 1835. Kin Bin-der von ihm steht als Lieutenant in dem i. Garde -Landwehr-Uhla-v. Zedlitz Adels-Lex. HI. 7