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Kemnitz.
schatten nnil Commissionen gebraucht wurde, vor. Die eigentlicheStammreihe aber beginnt mit Sigismund v. K. und Riemberg, Haupt-mann der Herren Fürsten und Stände in Ober- und Niederschlesien,Herrn auf Pelau (vielleicht Peilau oder Iiilau); er starb am 19. Decbr.1544, und liegt in der Kirche zu Racke im Trebnitzschen begraben. —Von seinen Nachkommen waren wieder viele in Hofämtern an den Hö-fen der plastischen Herzöge. Unter den Gütern, die in früherer Zeitdieser Familie gehörten, nennt Sinapius ausser Riemberg und Pelau?Wieschegrade, Stampen, Pangau u. s. w., sämmtlich bei Oels gelegen.In der Gegenwart ist das Haupt der Familie der Landesälteste undRitter des Johanniterordens v. K. auf Skarsine, Dobriscliau und meh-rerern anderen Güter. Er ist mit einer v. Blacha vermählt, und derVater einer zahlreichen Familie. Ein Sohn aus diesem Hause ist derJustizrath und Landschafts-Syndikus Ernst v. K. zu Breslau; ein an-derer ist der Justizrath Julius v. K. zu Oels, vermählt mit Natalie,Grälin v. Dyherrn. Andere Söhne aus diesem Hause stehen in derArmee. Ein Oheim des Landesältesten v. K. war Oberst im Kürassier-Regiment Graf Henckel, und ist im Jahre 1806 auf dem Felde derEhre geblieben.
Das Wappen dieser Familie zeigt im schwarzen Schilde einen sil-bernen Schlüssel und einen Pfeil, dessen Rohr golden, das Geliederroth und die Spitze eisern ist; Schlüssel und Pfeil sind kreuzweis übereinander gelegt. Auf dem Helme sind drei Straussfedern angebracht,auf einigen Abdrücken auch statt der Federn ein Halmenschwanz.
Stammbäume dieser Familie lindet man in den Kirchen zu Treb-nitz , Racke, Neumarkt und Diersdorf. Das erwähnte Wappen be-schreibt Sinapius, mit Hinzufügung einiger Familiennachrichten, I.S. 505. v. Meding, II. No. 428. Siebmacher giebt es I. S. 166. Spe-ner erwähnt dieses Geschlechts in seiner Theor. insign., S.280. Gauhe,I. S. 754, und v. Hellbach, I. S. 644.
Anmerkung: Uebrigens sind uns aus erster Quelle Nachrich-ten aus dieser Familie verheissen worden, die bis jetzt noch nichteingelaufen sind, die wir aber sehr gern für die Ergänzungstafeln be-nutzen werden.
Kemnitz, die Herren von.
In alten Zeiten wurde dieses adelige Geschlecht v. Kemnicz ge-schrieben. Es gehört zu dem älteren, aus Polen in diese Provinz ge-kommenen Adel. Eine Linie dieses Hauses führte den Beinamen v.Stenschowsky. Viele Edelleute aus dieser Familie bekleideten Wür-den und Ehrenstellen an den Höfen der plastischen Herzöge; schon1312 kommt ein Volncramus de Kemnitz unter den vornehmsten Ca-valieren vor, und 1437 wird eines Nikolaus de K. in einer, die StadtFrankenstein betreifenden, Urkunde erwähnt. In der Peter und Paul-kirche zu Liegnitz findet man ein Epitaphium mit der Aufschrift:Anno Dom. M. C. C. C. C. LXXX1II. obiit lionorabilis Paulus KemnitzAltarista Wratislav. in die S. Galli, hic sepultus, cuius Anima re-quiescat in pace. Bis zum J. 1500 war die Stadt Stroppen in Schle-sien das Eigenthum dieser Familie. — In der Gegenwart steht iinpreuss. Staatsdienste der Ober-Landesgerichtsrath v. K. zu Magde-burg. Wir können jedoch nicht angeben, ob er zu der erwähntenschlesischen Familie dieses Namens gehört.
Diese führt im goldenen Schilde ein schwarzes, dreispeichigesStückrad mit drei hervorgehenden braunen Kolben. Dieses Bild wie-