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Kehlcr — Kcitli.
Julius Friedrich von Kiffenbrink, ans <lem Hanse Plestlin, war ersterRegierungs-Präsident in Stettin. — Von mehreren Söhnen aus die-sem Hause, die im Jahre 180ö und noch in der letzten Zeit im preuss.Heere dienten, nennen wir nur den früher in dem Regiment® vonBorcke zu Stettin v. K., der vor einigen Jahren als Major und Chefder 1. Garde - Divisions - Compagnie gestorben ist, und den v. K-, derals Lieutenant des (i. Kürassierregiments im Jahre 1813 an seinenWunden starb.
Im alten Wappen führten die v. K. einen springenden Hirsch imsilbernen Felde und auf dem Helme ein Hirschgeweih. Nachdem diev. K. sich in zwei Linien, die Keffenbrinksche und Rehnschildsche, ge-theilt haben, und 1650 auf dem Ritterhause in Stockholm unter denschwedischen Adel mit Sitz und Stimme auf den Reichstagen aufge-nommen worden, haben sie das Wappen so verändert, dass sie imoberen Theile desselben drei feierspeiende Berge, in dem untern aberein Schach mit einer halben Lilie, und einen aus einem Helme sprin-genden, mit einem Pfeile durch den Hals geschossenen Hirsch führen.Doch haben die Gebrüder v. K., als Marlin Heinrich, Erbherr aufPlestlin, und der verstorbene erste Regierungs - Präsident in Stettin,Julius Friedrich v. K., das obige alte Stammwappen mit königl. Ge-nehmigung, welche den 18. Juli 1744 ertheilt worden, wieder ange-nommen.
Keliler, die Herren von.
Die v. Kehler in Schlesien stammen von Gottfried Friedrich v.Kehler und dessen Gemahlin, Constantiney. Habichtfels auf Alt-Patsch-kau, ab. Der erwähnte Gottfried v. K. war Bürgermeister in Schweid-nitz, und wurde im Jahre 1740 geadelt. Kr starb im Jahre 1754.Dieser Familie gehörte auch im vorigen Jahrhunderte das Gut Arns-dorf. Zu den Nachkommen derselben gehörten und gehören Heinrichv. K., fürstbischötl. Regierungskanzler zu Neisse, Gottfried v. K., ge-genwärtig Director des Fiirstenthunisgerichts und Titular-Präsident zuNeisse, vermählt mit einer v. Miiffling. — Ein Bruder desselben istder königl. Generalmajor a. D. und vormalige 2. Coinmandant vonErfurt v. K., eben so auch der Oberst und ehemalige Coinmandeurdes 9. Husarenregiments v. IC., der sich bei Schlockhof in Kurlandden Orden pour le merite, und bei Sombref im Jahre 1815 das eiserneKreuz 1. Classe erwarb, nachdem er sich schon im Jahre 1794 beiCzekoczin als Junker das goldene Militair-Ehrenzeichen erkämpft hatte.
Die v. Kelder führen im silbernen Schilde einen goldenen Löwen,der hinter einem grünem Hügel sitzt und einen Vogel vor sich hält.Auf dem Helme steht der Löwe verkürzt in einer Wulst.
Kcitli (Marschall), die Herren von.
Jacob ICeith wurde im Jahre 1696 in Schottland geboren, seine Elternwaren Wilhelm, Graf Marschall Lord ICeith und Altree, aus dem altenGeschlechte der K., das schon 1010 die Krbmarschallswiirde Schottlandsempling, und Lady Marie Drummond, eine Tochter des Grafen Perth. DieKriegsunruhen, die der Prätendent in Schottland verursachte, reizten denjungen K., die Waffen für denselben zu ergreifen. Darauf erhielt er,als der Madrider Hof die Anhänger des Prätendenten nach Spanienberief, daselbst eine Anstellung als Oberst. Da er seine Religion dortverändern sollte, so trat er im Jahre 1728 als Major in russischeDienste. Die Kaiserin Anna bestätigte ihn bei ihrer Thronbesteigung