84
Kaufberg — Kauffungcn.
Verdienste. Er starb im Jahre 1834 in Erfurt. In der Gegenwartsteht ein Sohn des verewigten Generallieutenants, Friedrich Georg v.K., als Lieutenant im 1. Husaren-, genannt 1. Leihhnsaren-Regiment,uml ein Neffe desselben ist der Pr. Lieutenant und Ritter v. K. im1. Garderegiment zu Potsdam.
Kaufberg, die Herren von.
Diese adelige Familie gehört, ihrem Vaterlande nach, Schwa-ben und den fiirstl. schwarzburg'schen Landen an, und ihr frühererName ist Kaufmann v. Löwenfeld. Der erste von Kaufberg war derkaiserliche Rath und Commissär zu Nord- uud Miihlhausen JohannCaspar Kaufmann v. Löwenfeld, der im Jahre 1707 eine Renovationseines alten Adels mit Beilegung des Namens von Kaufberg erhielt.In der preussischen Armee diente Johann Friedrich v. Kaufberg, derum das Jahr 1743 im Schwarzburg'schen geboren und in seinem 30.Jahre erst in die diesseitigen Dienste getreten war. Am 20. Januardes Jahres 1787 avancirte er zum Major in dem Regimente v. Han-stein, in dem er am 22. Mai di s Jahres 1798 Oberst und Commandern 1wurde. Am 29. Mai 1802 erhielt er das in Danzig gai nisonirendeInfanterie - Regiment No. 51, und bei der Revue im Jahre 1804 denMilitair-Verdienstorden. Er starb im Jahre 1808. Nicht zu bestim-men vermögen wir, ob der Geheime Rath und Kanzler zu Arnstadtv. K., und der Justizamtmann v. K. zu Stolberg, die Beide zu der-selben Familie gehören, in Beziehung zu unserin General standen. —Diese Familie führt das Wappen der böhmischen Familie v. Kaulf-mann, der auch die Kaulfmann zu Pfeilfendorf uud Rassing in Oest-reich angehören, nämlich ein quadrirtes Schild. Im 1. und 4. schwar-zen Felde steht ein goldener Löwe, das 2. und 3. silberne Feld istsechsmal roth ausgezackt. Auf dem gekrönten Helme steht wieder dergoldene Löwe zwischen zwei Biilfelhörnern, von denen das rechteoben golden, unten schwarz, das linke oben silbern und unten rothist. Siebmacher giebt dieses Wappen unter den böhmischen III. S. 97.und im VII. Supplement-Theile Taf. XII., v. Meding beschreibt es III.No. 392. M. vergl. auch Zedler's Universal - Lexicon, XV. S. 257und 2ö2.
Kauffungcn, die Herren von.
Ausser dem einst so reichen, nach dem bekannten Raube dersächsischen Prinzen Ernst und Albrecht vom Schlosse zu Altenburgam 8. Juli 1454 gänzlich in Verfall gekommenen Rittergeschlechteder v. Kauflüngen kommt ein gleichnamiges Geschlecht, das auchden Titel: „Herren von Ohlum" seinem Namen häufig beifügte, im15. und 16. Jahrhundert in Schlesien und in der Grafschaft Glaz vor.Landesfriede, später Hummel oder Hummelschloss genannt, gehörtemehreren Rittern aus diesem Geschlechte, namentlich dem Hildehrandv. K. und seinem Sohne Sigismund v. K. Dieser Sigismund oder eingleichnamiger Vetter besass um diese Zeit das in der Grafschaft Glazzwischen Reinerz und Levin hochgelegene feste Schloss Hummel,welches seinem Vater von dem Herzoge Heinrich zu Münsterberg zuLehn gegeben worden war, nachdem es lauge Jahre hindurch den v.Pannewitz gehört hatte, diesen aber von den llussiten entrissen wor-den war. Der erwähnte Sigismund v. K., durch seine Burg einenHauptpass aus Böhmen nach Schlesien beherrschend, war ein gefähr-