Kaulbarsch — Kay.
85
liclier Raubritter und Wegelagerer. Da er einen grossen Anhang hatte,so wagte er es, der Krone Rohmen und selbst dem Kaiser zn trotzen,er wurde aber in einer Fehde mit den kaiscrl. Völkern am 24. August1034 gefangen und bald darauf zu Wien enthauptet. Später kommtnoch einmal, und zwar im Jahre 1559, ein Sigismund v. K. und Chlumvor; er besass ein Familienhaus in Frankenstein, starb daselbst imJahre 1573 und liegt in der dasigen Pfarrkirche begraben, wie seinLeichenstein und dessen Aufschrift bekundet; neben demselben ist derseiner Gemahlin Apollonia, die am 25. Februar 1578 starb, undaus dem berühmten Geschlechte der Abschätze war. Das grosse,aus vielen Antlieilen und Rittersitzen bestehende, bei Schönau, un-weit der Quellen der Katzbach liegende Dorf Kauffungen wurde imJahre 1470 durch den oben erwähnten llildebrand v. K. angelegt,liier erblickt man noch heute auf einer Anhöhe, die sich über denvon der Lauterbach durchzogenen Wiesengrund erhebt, die letztenTrümmer einer alten, unter dem Namen „das Raubschloss" in derganzen Gegend bekannten Burg, welches ein Verbindungsschloss dersächsischen und der Glazer Katiffungen gewesen sein soll. Der Rit-tersitz, auf dessen Grund und Boden die Trümmer dieses alten Kaub-schlosses liegen, gehört gegenwärtig dem Freiherrn Otto v. Zedlitz-Neukirch - Tiefliartmannsdorf.
Die v. Kaulfungen führten ein, durch einen doppelten Spitzenschnittgetheiltes, oben goldenes, unten rolhes Schild, ohne weitere Bilder.Auf dem Ilehne standen zwei Adlerfiiigel über einander, spitzweiseabgetheilt, wie das Schild selbst. Die llelmdecken Gold und roth.
Kaulbarsch (bars), die Freiherren und Herren von.
Eine adelige, zum Theil freiherrliche Familie, die in schwedischPommern ansässig war. Johann Kaulbarsch erhielt am 30. Februardes Jahres 1053 von der Königin Christine den Adel. Sein UrenkelJohann Friedrich wurde am 21. Novbr. 1751 vom König Friedrich v.Schweden aus dem Hause Hessen in den Freiherrenstand erhoben.Ein Nachkömmling desselben stand 1806 in dem Infant. Regiment vonThiele in Warschau, er wurde 1808 dimittirt und war 1820 königl.polnischer Capitain bei der Grenadiergarde. Ein Sohn von ihm istOllizier bei der kaiserl. russischen Pionnier-Garde und Ritter despreussischen Johanniterordens. M. s. Suea llikes, Fyl. IL und Schwe-disches Wappenbuch, Fol. 21.
Kaweczynski, die Herren von.
Diese adelige Familie gehört West-Preussen an. Einer vonKaweczynski, zu Althausen, ist Beamter auf der königl. DomaineCulm. — Der Oberst und Commandeur des 14. Infant. Regimentsvon Kaweczynski erwarb sich bei Leipzig das eiserne Kreuz 1. Klasse.
Kay, die Herren von.
Es kommt in Schlesien ein ritterliches Geschlecht v. Kay vor, dassich von da in die Mark gewendet haben soll. Das Dorf Kay beiZiillichau, bekannt durch das unglückliche Gefecht, welches hier diePreussen unter dem General v. Wedel am 23. Juli 1759 bestanden