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3 (1842) I - O
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Kattc

u. s. f.) Vergebens hatte unser Feldmarschall, damals General-lieutenant und der Grossvater mütterlicher Seite, der FeldmarschallGraf v. Wartensleben, fussfällig um das Leben des unglücklichenJünglings gebeten, selbst die Thränen der Königin konnten den strengen,unbeweglichen König nicht zur Gnade vermögen. Aus jener Zeitdes Unglücks dieser hochachtbaren Familie sind noch die rührendstenBriefe vorhanden. Als Friedrich den Königsthron bestieg, vergütigteer, so weit es möglich war, den Schmerz, der über dieses Hausherbeigeführt worden war. Die schon erwähnte Ernennung zum Gene-ralfeldmarschall, die Erhebung desselben und seiner Nachkommenbeiderlei Geschlechts in den Grafenstand und mehr noch, wie dieseEhrenverleihungen, die innigste Werthschätzung und Freundschaftsprechen dafür. Der Feldmarschall befehligte eben die bei Branden-burg im Lager versammelte Reiterei, als ihn am dl. Mai 1741 aufdem v. Rochowschen Schlosse zu Rekahn im CO. Jahre seines Altersein tüdtlicher Schlagtluss traf. Er war, wie wir schon oben ange-deutet haben, mit Dorothea Sophie, des Generalfeldmarschalls Alex-ander Hermann, Reichsgrafen v. Wartensleben, Tochter vermählt, dieam 5. Novbr. 170C zu Brüssel starb. Einige Jahre nach ihrem Todevermählte sich der nachmalige Feldmarschall zum zweiten Male mitElisabeth v. Bredow, die am 18. Juli 1730 zu Berlin mit Tode abge-gangen ist. Iin Jahre 1748 starb auch der letzte der Söhne des Feld-marschalls, und mit ihm erlosch wieder die grätlich v. Kattesche Linieim Mannsstamme. (M. s. Biogr. Lex. der Helden- und Militairper-sonen, welche sich im preuss. Dienste berühmt gemacht haben. I.S. 253 und 254.)

Heinrich Christoph v. K., ein älterer Bruder des Feldmarschalls,Ehrenritter des deutschen Ordens, war Kammerpräsident zu Magde-burg und wurde am 11. März 1740 wirklicher Geheimer Staats- undKriegsrath, Vice-Präsident und dirigirender Minister bei dem General-Directorinm, Chef des Osten Departements, Curator des Potsdamergrossen Waisenhauses und General-Commissarius. Er starb am 23. Novbr.1700. Mit Ursula Dorothea v. Möllendorf zeugte er mehrere Kinder,von denen drei Söhne zu hohen militairischen Würden gelangten,und zwar:

Johann Friedrich v. K., der nach seiner in den Schlachten beiHohenfriedeberg, Sorr und Kesselsdorf, eben so wie bei Lowositz,Prag, Collin und Breslau bewiesenen Tapferkeit, lund nachdem erschon im September 1744 Chef des Leib - Kürassierregiments undam 22.- Mai 1756 Generallieutenant geworden war, nach der vomGenerallieutenant v. Lestwitz erfolgten Uebergabe von Breslau denAbschied erhielt. Er starb zu Berlin am 29. März 1764 im 67stenJahre seines Alters und im ödsten seiner Dienste. Vermählt mit einerGräfin v. Truchsess-Waldburg-Capustigal, hinterliess er einen Sohnund eine Tochter. (M. s. Biogr. Lex. 1. S. 255 und 250.)

Berndt Christian v. K., der Bruder des Vorigen, Erbherr aufWüst und Liitchen-Mangelsdorf, starb als königl. preuss. Generalmajor,a. D. und ehemaliger Chef eines Dragonerregiments (zuletzt Herzogv. Pfalz-Zweibrück und gegenwärtig 1. Dragonerregiment), Ritterdes Ordens pour le merite auf seinem Gute Liitchen-Mangelsdorf am5. August 1778, im 78sten Lebensjahre und nach 45jährigen treuenDiensten. Er war mit einer v. Kröcher vermählt, welche Wittwe desmagdeburgischen Kammerpräsidenten Caspar Wigand v. Platen war.Ein Sohn aus dieser Ehe überlebte ihn. (M. s. Biogr. Lex. I. S. 250.)

Karl Aemilius v. K., der dritte der Brüder, stand früher insächsischen Diensten und trat 1741 als Major in das preuss. Dragoner-regiment, damals v. Möllendorf, zuletzt v. Auer, ein. Er wurde 1750