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3 (1842) I - O
Entstehung
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Katte.

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Oberst und Commandeur desselben. Im Octbr. 1/56 erhielt er daserledigte v. Oertzensche Dragonerregiment (zuletzt wieder v. Katte),welches er jedoch seiner Gesundheitsmnstände wegen nur wenigeMonate behielt, und dann seinen Abschied nahm. Kr starb schon am16. Novbr. 1757 zu Berlin, kaum 51 Jahre alt. (M. s. Biograph. Lex.I. S. 257.)

N. N. v. Katte, der Sohn des N. N. v. K., gelangte ebenfalls am26. Mai 1792 zum Bange eines Generalmajors und Chef desDragoner-regiments No. 4, das wir oben erwähnten; er starb als Generallieutenantund Bitter des grossen rothen Adlerordens im Jahre 1813.

Noch erwähnen wir von den verstorbenen Gliedern dieser Familie,die sich im Kriegsdienst ausgezeichnet haben ,

Gottfried Friedrich Bodo v. K., der als königl. preuss. Oberst a. D.am 16. März 1833 zu Grottkow in Schlesien starb. Er war im Jahre1806 Major und Train-Director in Breslau, hatte auch den Feldzugin Frankreich mitgemacht, und ein ehrwürdiges Alter von 78 Jahrenerreicht. In Frankreich hatte er sich das eiserne Kreuz Ister KI. er-worben, auch war er Inhaber eines Ehrendegens. (M. s. Nekrolog derDeutschen, 11. Jahrgang 1833. S. 913.)??

An merk. Obgleich diese Angabe aus der genannten gedrucktenQuelle genommen ist, so bin ich doch der Meinung, dass hier eineVerwechselung in Beziehung auf die Orden stattfindet, und namentlichmit denen, welcho der gegenwärtige Oberstlieutenant und Comman-deur des Garde-Dragonerregiments besitzt.

Friedrich Karl v. K., aus dem Ilause Zolchow, geboren im Jahre1772, trat mit seinem 14. Jahre in das Infant.-Regiment No. 27.(damals v. Knobelsdorf, zuletzt v. Tschammer), machte die Feldziigein Holland und am Rhein schon mit Auszeichnung mit und gerieth imNovbr. 1806 in dem hartnäckigen Kampfe um Lübeck in Gefangen-schaft. Seine väterlichen Güter kamen, wie die ganze Landschaft, inder sie lagen, in den Besitz des Königs von AVestphalen, er bliebjedoch nach seinem Herzen und seinem AVirken im ganzen Sinne desAVortes ein Preusse. Ununterbrochen war er damit beschäftigt, andem AVerke der Befreiung und AViedererhebung des Vaterlandes zuarbeiten. Er machte im Frühjahre 1809 einen hochherzigen Versuch,den Franzosen Magdeburg zu entreissen, doch schlug, unvorhergesehenerVorfälle wegen, der Anschlag fehl. Er ging darauf zuin Herzoge vonBräunschweig, machte den Streifzug durch Sachsen mit; sodann wurdeer an den Erzherzog Karl gesandt, und wohnte an dessen Seite denSchlachten von Aspern und AVagram bei. Darauf folgte er dem Herzogevon Braunschweig, mit dein er sich glücklich bis an die Kiiste derNordsee durchschlug und in England landete. Er kehrte aber inöstreichische Dienste zurück, connnandirte und garnisonirte in AVien,Ungarn, im Bannat und Siebenbürgen, durchreiste auch ganz Griechen-land , und als der Krieg 1813 ausbrach, widmete er von Neuem demVaterlande seine Dienste, erwarb sich vor Soissons und in der Schlachtvon Laon das eiserne Kreuz erster Klasse und diente bis zum Jahre 1826als Major im IL Ilusarenregimente, schied sodann als Oberstlieutenantmit Pension aus, und starb auf seinem Gute Neuen-Klitsche beiGenthin am 12. Januar 1836.

In der Gegenwart ist Friedrich Wilhelm Gottfried v. K., ein Bruderdes A'origen, königl. Oberstlieutenant, Commandeur des Garde-Drago-nerregiments und Ritter hoher Orden ; namentlich des eisernen KreuzesIster Klasse (erworben in den ersten Gefechten des Befreiungskampfes)und gegenwärtig der zweite der noch lebenden Ritter dieses in hoherAchtung stehenden Ehrenzeichens. Das eiserne Kreuz Ister Klassev. Zedlitz Adels-Lex. III. ß