Karski — Kanvinski.
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Karski, die Herren von.
Eine polnische adelige Familie, ans welcher Joseph von Karski180ö Amtmann der Domaine Zakroczyn in Neuostpreussen, und Franzv. K. Propst zu Uiodecz und Sluszewo war. Ein Offizier dieses Na-mens stand 1806 in dem Inf. Regt. v. Thile zu Warschau und lebtenoch vor einigen Jahren als königl. polnischer Offizier zu Porniecchowbei Modlin.
Karwatk, die Grafen von.
Ein im vorigen Jahrhunderte erloschenes gräfliches Haus in Schle-sien. Es hatte gleiche Abstammung mit dem berühmten böhmischenGeschlechte der Slavata, dessen Vaterland Pannonien (Ungarn) war, unddas in dem Helden Zoard, einein der thätigsten Feldherren Attilas,seinen Stammvater verehrt. In Deutschland, Ungarn, Polen und Neapelhaben sich seine Nachkommen verbreitet. In Deutschland sind esdie Slawata und Ivarwath, in Ungarn die Stratzki, in Neapel dasfiirstl. llaus Caralfa; in Polen die Korczak, Braniczki, Biernawski,Komorowski, Ostrowski, Krupski u. s. w. In Schlesien waren dieKarwath zuerst in östr. Schlesien ansässig; liier besassen sie das SchlossTworkow bei Jägerndorf, später erwarben sie den schönen KiltersitzMaiwaldau bei Hirschberg im Thale der Sudeten, früher ein alteszedlitzsches, gegenwärtig schaffgotsches Besitzthum — Johann Ferdinandv. K. erbaute das heutige schöne Schloss Maiwaldau. — Sein SohnJohann Franz, Grafen v. K. auf Maiwaldau, war kaiserl. Kammer-herr und mit Katharina ICaroline Grälin v. Henckel, einer Tochterdes freien Standesherrn Leo Ferdinand Grafen v. Henckel-Don ners-marck, vermählt. Aus dieser Ehe war nur ein Sohn, Graf FranzMaximilian v. K., der im Jahre 1711 auf der Ritterakademie zu Liegnitzstudirte und mit dessen frühem Tode dieses grälliche Haus bei unserloschen ist.
Es führte im Schilde drei Flüsse, die Theis, die Donau und dieSau (bezüglich auf ihr Stammland, Ungarn) und auf dem Helme einenGreifenkopf und Hals. So giebt dieses Wappen Paprotzius in seinemSchauplätze von Mähren S. 4124 , während er die Familie schon S. 406näher erwähnt. Grösstentheils nach dieser Quelle berichtet Sinapiusim 2ten Bande, S. 119.
Karwinski, die Herren von.
Ein aus Polen nach Schlesien gekommenes altadeliges Geschlecht,das mit der freiherrlichen Familie v. Kittlitz gleiche Abstammung habensoll. Der gemeinschaftliche Ahnherr soll ein slavischer Fürst, der im10. Jahrhundert lebte, gewesen sein. Ein Mehreres von ihm ersiehtman indem Artikel: die Freiherren v. Kittlitz. Mehrere Autoren be-trachten sie als Seitenlinien dieses alten freiherrlichen Hauses, daszwei dergleichen gehabt haben soll, von denen sich die eine die Kar-winsker, die andere die Ziganer nannte. Einige Quellen geben auchdie Karnitzki für eine Linie der Kittlitze aus. In Schlesien hatte dieseFamilie das Schloss Karwin, das im Oppelnschen gelegen haben soll,besessen. Die v. Karwinski dienten zu verschiedenen Zeiten in derpreuss. Armee. — In dem Regimente-v. Voss Dragoner stand einOffizier dieses Namens, der später Rendant beim Traindepot in Grau-denz war, sonst haben wir in neuerer Zeit diesen Namen nicht auf-gefunden.