Druckschrift 
3 (1842) I - O
Entstehung
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Karnowski Karras.

Dieses ausgestorbene Geschlecht führte ein rotli und weiss gewür-feltes Schild und auf dem Helme einen gewürfelten Adlerlliigel. DieHelmdecken sind weiss und roth. Siebmacher giebt das Wappen, I.S. 7b Sinap. beschreibt es mit der Geschichte der Familie, 1. S. 502.v. Meding, II. No. 421. Gauhe giebt I. S. 724 und 11. S. 51(j, Nach-richten über diese Familie.

Karnowski, die Herren von.

Die v. Karnowski-Ivarnowa kamen aus Krakau nach Mähren undvon da nach Schlesien, wo sie jedoch grösstenlheils im österreichi-schen Antlieile ansässig waren. Hier besass Friedrich Karnowski vonKarnowa das Gut Leonhartow im Troppauischen; er war mit UrsulaV. Korkwitz vermählt.

Diese Familie führt oder führte eine geharnischte Hand , welchedrei Sparrennägel hält, iin Schilde und auf dem gekrönten llelme dreiStraussfedern. Okolski theilt sie in Beziehung auf dieses Wappendem alten Hause Pruss in Polen zu. M. s. dessen Orb. Polon., 11.S. 548. Gauhe, 11. S. 517. v. Meding beschreibt das Wappen II.S. 422.

Karpinski, die Herren von.

Ans der adeligen Familie Karpinski in Polen war 1806 Franz An-tun von Karpinski Decan zu Pieschen im Kreise Adelnau. Handbuchüber den preuss. Hof und Staat, S. 310.

Karras (Karas), die Herren von.

Das altadelige Geschlecht der Karras gehört Sachsen und Schle-sien an. Das erstere Land ist jedoch seine eigentliche Heimath; hierbesass diese Familie sehr ansehnliche Güter bei Luckau und in derKlbaue zwischen Dresden und Meissen, dort namentlich die DörferJetsch, Crossen, Schenkendorf, Dransdorf, und hier Cöln, Zschaschen-dorf, Cosswig u. s. w. Schon im Jahre 1213 gehörten die v. K. zuden angesehensten Kittern des Landes; in jenem Jahre nahm Frie-drich v. K. den Bischof Albrecht von Magdeburg gefangen. An demHofe der Herzöge von Weissenfeis waren mehrere v. IC. Hofmar-schälle und Kammerjunker. In Schlesien waren die v. IC. bei Ujezdim Oppelnschen begütert. Sie schrieben sich Karras von Rohmstein.Unter ihnen war Kaspar IC. v. Rohmstein, geboren 1501, der am 6. Jan.4046 als Kanonikus des hohen Domstifts zu Breslau, Propst zu 01-miitz und fürstbischöll. Rath starb, und dessen Denkmal sich in derDomkirche zu Breslau belindet.

Wir haben das Wappen dieser Familie irrthümlich bei dem Arti-kel v. Carrach, Band I. S. 359 gegeben, und wir werden das v. Car-rachsche in einer der Ergänzungstafeln dafür nachtragen. Das Wappender v. Karras lindet man in Siebmacher, I. S. 159. v. Meding be-schreibt es I. No. 403.

Nachrichten über die Familie v. IC. giebt Sinap., IL S. 715, nicht,wie DeUbach anführt, I. S. 502. Ferner Gauhe, 1. S. 724. ICnaüt,Prodrom. Misn. v. Uechtritz, diplomat. Nachrichten IV. S. 70 79.