Karczewski — Karnitzki.
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Karczcwski, die Herren von.
Aus der sehr angesehenen polnischen Familie von Karczewski,die in der Provinz Posen ansässig ist, standen und stehen nocli ver-schiedene Mitglieder im Staatsdienst. Namentlich der Landrath desKreises ICrotoszyn v. Karczewski, ein anderer ist Assessor beim Land-end Stadtgericht daselbst. Zu Lubrze im Posenschen wohnt oderwohnte einer v. Karczewski, der früher Oüizier im Regiment PrinzLouis Ferdinand in Magdeburg war. — liin Major v. Karczewski, infrüherer Zeit beim Regiment von Schöning, zuletzt Coromandeur des1. Bataillon vom 1. Landwehrregiment, erwarb sich bei Leipzig daseiserne Kreuz.
Karger, die Herren von.
Es waren und sind noch mehrere von Karger in Schlesien. EinMajor v. Karger stand bis zum Jahre 1806 in dem Inf. -Regim. vonMalschitzki zu Brieg, er ist im Jahre 1813 ausser Dienst gestorben.—Ein anderer v. Karger war 180(j Hauptmann im Cadettencorps, undstarb 1827 als Oberst und Commandeur des 9. Landwehr-Regiments.Ein Capitain v. Karger war noch vor wenigen Jahren Platzmajor zuKönigsberg. — Ein Justizrath von Karger war bei dem Fiirstenthums-gericht in Neisse, und gegenwärtig ist ein Forstmeister v. Karger inDanzig angestellt. Das Wappenschild dieser Familie ist durch einenFaden in Silber und Blau getheilt. In der obern silbernen Hälfteschreitet ein Löwe nach der rechten Seite hin. Die untere blaue Hälfteist in zwei Theile getheilt, rechts liegt zwischen drei Sternen ein sil-berner Speer.
Karnitzki, die Herren von.
Die Edlen v. Karnitzki kommen auch unter dem Namen v. Krosch-nitzky vor. Als ihr Stammhaus wird Mistitz im Fiirstenthume Oppelngenannt, jedoch besassen sie lange Zeiten hindurch auch das Gut Pa-welszewe im Oelsischen. — Christoph Kroschnitzki oder Karnitzkisali im Jahre 15-15 sein Schloss Pawelszewe (Paulsdorf) in Flammenaufgehen, und da das Haus dadurch seine alten Urkunden und Docu-inente verlor, so stellte ihm der Herzog zu Oels und Miinsterberg neueBeglaubigungsbriefe aus. — In der Gruft zu Stroppen im Wohlaui-schen liegt Adam v. Karnitzki auf Pawelszewe begraben. Nach sei-ner Gedächtnisstafel war er des Herzogs Karl II. Rath und des Treb-nitzschen Weichbildes Landes-Hofrichter; er starb am 21. Deceinber1630. — Hans Emst v. Karnitzki auf Pawelszewe, der als ein hoch-verdienter und gelehrter Cavalier von seinen Zeitgenossen gerühmt•wird, war des Herzogs Heinrich Wenzel Landes-Hofrichter des Ilern-städtschen Weichbildes, und der Herren Stände General-Proviantmei-ster. Kr wurde an der Seite seines Herzogs am 23. Septbr. des Jah-res 1622 durch einen Musquetenschuss schwer verwundet, und starbin Folge dieses Vorfalls. Er liegt in der Pfarrkirche zu Bernstadt be-graben. — Noch kommt Gcnry Ernst v. K. auf Pawelszewo, fiirstl.würtemberg. - ölsisch-juliusburgscher Rath, auch des ölsischen Für-stenthums Landesältester, vor. Er war der Letzte seines Geschlech-tes, und Schild und Helm wurde am 14. Januar 1706 mit ihm in dieGrult gesenkt. Seine hinterlassene Wittwe war eine Prittwitz.