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3 (1842) I - O
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Rannenberg.

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berstädtschen liegende Dorf gleiches Namens. In diese# Landschaftbesessen die v. Kannenberg die Güter Kannenberg, Krnmke, Ilohen-liof, Iden, Berge u. s. w.; aber auch im Mindenschen waren sie be-gütert, namentlich geliörte ihnen liier der Rittersitz Himmelreich; ebenso besassen sie in dem Fürstenthnine Minden das Erbmarschallamt,das S |üiter an die v. Kahlden übergegangen. Sie gehören zu dem al-ten Adel, der mit Kaiser Heinrich I. in die Marken kam, und schonunter den ersten Kurfürsten standen sie in hohem Ansehen und ansehn-lichen Bedienstungen; sie waren auch in mehreren Stiftern, nament-lich war Kaspnr v. K. im Jahre 1571 l'ropst zu Walbeck, ein andererwar im Jahre 159.1 Domdechant zu Halberstadt, wo auch im Jahre1b86 Friedrich Wilhelm v. IC., den wir unten näher erwähnen werden,Kanonikus und Propst des Stiftes St. Mauritii und Bonifacii war.Im Jahre 1714 starb _ -

Friedrich Wilhelm , Freiherr v. K., als königl. polnischer ICam-merherr. Sinap. führt ihn auch unter dem schlesischen Adel auf, weiler als Gemahl der Freiin Barbara Helena v. Bibra und Reissicht tundas Jahr 1070 Besitzer des freien königl. Burglehns Uomenau im Bres-lauischen war. Kr war der Vater des erwähnten Friedrich Wilhelmv. K. Dagegen verwechselt Sinap. die v. Kannenberg mit den v. Tan-nenberg , wenn er sie als Besitzer der schönen, jetzt grällich Schla-brendorfschen Herrschaft Stolz bei Frankenstein anführt.

In dem kmbrandenburg. und preuss. Staatsdienste haben sich vor-züglich bekannt gemacht:

Christoph v. IC.. der als kurbrandenburg. Geheimer Kriegsrath,Generallieutenant von der Cavallerie, Kammerherr, Oberster zu Bossund Fuss, Gouverneur der Festung Minden, Krbmarschall des Fürsten-thums Minden und Erbherr aufBuschow, Rannenberg und Himmel-reich am 10. Febr. 1073 starb. Er war am 10. Januar l(i 15 geboren,trat in schwedische Dienste, gerieth in Gefangenschaft, nachdem eram linken Fusse verwundet worden war; nach geschehener Auswech-selung kam er als Corporal in schwedische Dienste zurück; als Quar-tiermeister erhielt er bei Torgau wiederum einen Schuss durch denFuss, avancirte später nach und nach zum Oberstlieutenant. Nach Be-endigung des dreissigjährigen Krieges, in dem er sich bei vielen Ge-legenheiten rühmlichst hervorgethan hatte, wurde er mit 1000 Thlrn.Wartegeld aus dem Dienste entlassen, da der grüsste Theil der schwe-dischen Armee abgedankt wurde. Bei den ausgebrochenen jiilichschenUnruhen zog ihn der grosse Kurfürst in seine Dienste, und ernannteihn 1051 zum Generalmajor von der Cavallerie. Im Kriege in Polen,und zwar bei Warschau, wurde er verwundet, indem ihm eine Ku-gel auf seine Geldbörse, die er um den Leib trug, abprallte. 1056ward er Gouverneur von Minden, 1657 Generallieutenant und Inspec-teur aller Garnisonen in Westphalen, in Abwesenheit des Generalfeld-zeugmeisters v. Sparr. Im Jahre 1006 wurde er zum Geheimen Kriegs-rath , und am 7. Mai desselben Jahres zum Erbmarschall des Fürsten-thuins Minden ernannt. Im Jahre 1072 marschirte er mit den kur-lürstl. Truppen, darauf verliel er aber in eine schwere Krankheit undstarb an dem oben angeführten Tage nach 43jährigen Kriegsdiensten,im 50. Jahre seines Alters. Er war mit Maria, Tochter des Giintzelvon Bartensieben, Erbherrn auf Wulfsburg und Brome, vermählt, dieihm zwei Söhne und zwei Töchter geboren hatte, und sieben W r ochennach seinem Hintritte verschied.

Friedrieh Wilhelm, Freiherr v. K., ein Enkel des Vorigen undein Sohn des erwähnten königl. polnischen Kammerherrn FriedrichWilhelm, Freiherrn v. K., trat 1717 in das damalige v. Blankensee-sche Regiment zu Pferde ein, wurde 1720 Rittmeister, 1725 Oberst-