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3 (1842) I - O
Entstehung
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Kalkstein.

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ten unsers Jahrhunderts steht jener lange, ruhmvolle Widerstand unddie ausserordentliche Verteidigung Danzigs, welche der Graf y. K.leitete, in den Tafeln der vaterländischen Geschichte eingegraben. Ne-ben dem unvergänglichen Ruhme, den er sich dadurch erwarb, wurdeihm auch die höchste militairische Würde zu Theil. Nachdem er dar-auf zwei Jahre hindurch Commandant von Königsberg gewesen war,wurde ihm im Jahre 1809 dieser Posten und diese Würde in Eerlin711 Theil, welche Stelle er, mit Ausnahme der Kriegsjahre 18121814,bis zu seinem am 10. Juni 1818 erfolgten Tode bekleidete, nachdem erbeinahe 67 Jahre dein Vaterlandc die treuesten Dienste geleistet hatte,(M. s. Pantheon des preuss. Heeres, I. S. 129.)

Hans Christoph ICrnst v. K., geboren zu Arnsdorf in der Neu-mark im Jahre 1741, trat im ersten Feldznge des siebenjährigen Krie-ges in das Heer. Schon in der Schlacht bei Prag wurde er durchdrei Flintenkugeln verwundet, wovon eine den linken Arm traf. Beivielen andern Treffen und Vorfällen des siebenjährigen Krieges zeich-nete er sich aus, auch wohnte er dem baierschen Erbfolgekriege, sowie der Rheincampagne bei. In der letztern führte er ein Grenadier-bataillon, erwarb sich 1793 bei Guntersblum oder Alsheim den Ordenpour le merite, rückte 1806 als Oberst und Commandern- des Regi-ments Fürst Hohenlohe ins Feld, und liel, zweimal verwundet, beiJena in Gefangenschaft. Hier endete seine militairische Laufbahn,nachdem er in 46 Schlachten, Belagerungen und Gefechten rühmlichstmitgefochten hatte. Der Abend seines Lebens, den er als pensionir-ter Generalmajor in Breslau verlebte, war durch schmerzliche, kör-perliche Krankheiten und zuletzt durch den Verlust des Augenlichtsgetrübt-, aber mit Ruhe ertrug der ehrenwerthe Greis seine Leiden,bis er am 1. Novbr. 1825 im 85sten Lebensjahre von dein Schauplatzeder Welt abtrat. (M. s. Pantheon des preuss. Heeres, II. S. 4.)

Ludwig, Graf v. K., lebt gegenwärtig zu Berlin als Generalma-jor der Cavallerie von der Armee und Ritter mehrerer Orden, nament-lich auch des alten Johanniterordens (geschlagen zu Sonnenburg imJahre 179j) und des eisernen Kreuzes (erworben als Oberstlieutenantim Jahre 1813). Derselbe war auch Domherr und Subsenior des Dom-capitels zu Havelberg. Er ist vermählt mit Jeannette, gebornen vonUnruh. Der einzige Sohn aus dieser Ehe, Graf Richard v. K., istLieutenant im Garde-Landwehruhlanen - Regiment.

Ausserdem haben sich mehrere Söhne aus diesem Uause im Laufeder letzten Feldzüge Kriegsruhm und Ehrenzeichen erworben. DerMajor a. D. v. IC. erhielt im Jahre 1794 für das Gefecht bei Powonskden Militair-Verdienstorden. Mit demselben Ehrenzeichen ist derMajor v. IC. im 2. Garde-Uhlanen - Landwehrregiment geschniückt,der ihn im Jahre 1816 erhielt, nachdem er sich schon vorher bei Ver-sailles das eiserne Kreuz 1. Classe erworben hatte. Ein Majorv. IC., der zuletzt im 11. Garnisonbataillon diente, hat sich bei Laondas eiserne Kreuz 2. Classe, und ein Lieutenant v. K., gegenwärtiga. D., bei Dennewitz diesen Orden erworben.

Kalkstein, die Herren von.

Die von Kalkstein werden zu den ältesten preuss. Geschlechterngezählt, doch haben sie sich auch in Schlesien, in der Lausitz undin Polen ansässig gemacht und verbreitet. Von denen in Schlesien istjedoch in den alten Autoren nur wenig die Rede, dagegen setzt sieGrosser unter die alten adeligen Geschlechter in der Lausitz; sie müs-sen aber diese Provinz zeitig wieder verlassen haben, denn jener