Druckschrift 
3 (1842) I - O
Entstehung
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Kaiisch Kalkreuth.

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Kaliscli, die Herren von.

Das sclilesische Fiirstenthum Brieg ist das HeimatLsIand dervon Kalisch, sie waren aber auch im Woldauschen und Wartenberg-schen ansässig. Dort besass Adam v. Kalisch einigen Grundbesitz beider Stadt Wohlan, er starb 1041 und hiuterliess drei Sohne, Adam,Joh. Heinrich und Gottfried. Von ihnen haben die beiden ältesten denStamm fortgepflanzt. Gottfried Wilhelm v. Kalisch war Herr auf ßu-ckowine bei Wartenberg und Land-Hofgerichts-Beisitzer, er war miteiner v. Wuttgenau vermählt und Vater von sechs Söhnen, von welchen zweiin die Kriegsdienste des Landgrafen von Hessen-Cassel traten. Im JahreI80(j war Karl v. Kalisch Postmeister zu Frankenstein. Ein Haupt-mann v. Kalisch stand in dem Dragonerregiment von Prittwitz in Polk-witz, und ist 1S09 als pens. Major gestorben. Ein vor uns liegendesWappen dieser adeligen Familie zeigt im gespaltenen silbernen Schilderechts drei in einen Triangel gelegte Schitfsanker zwischen denen dreiSterne stehen, links sind drei schwarze Schrägbalken von der obernrechten nach der untern linken Seite gezogen. Das Schild ist mit einersiebenperligen Krone bedeckt, über welcher zwischen zwei schwarzenAdleriiiigeln die erwähnten Anker und Sterne schweben.

Kalitscli, die Freiherren und Herren von.

Eine adelige, zum Theil auch freiherrliche Familie dieses Namensgehört den anlialtschen Landen an. Es haben aus derselben einigeMitglieder im preussischen Staatsdienste gestanden. Ein v. Kalitscliwar 1806 Geh. exped. Secretair beim Forstdepartement des General-Directorium- In der Gegenwart steht ein Lieutenant Baron Kalitscli im1. Garderegiinent in Potsdam.

Kalkreuth (Kakkreuth), die Grafen, Freiherrenund Herren von.

Das uralte, berühmte Geschlecht, das zu dem vornehmsten altenschlesischen Adel gezählt wird, bewahrt in Beziehung seiner Entste-hung die interessante Geschichte von einem Knappen oder Edelknechteauf, der bei seinem königl. Herrn verleumdet und in den Verdachtder Untreue gekommen war. Der König, von einigen Autoren auchder Herzog genannt, beschloss, den seiner Meinung nach unredlichenDiener mit dem Tode zu bestrafen. Er gab zu diesem Zwecke beieinem Kalkofen den Befehl, denjenigen seiner Hofleute, der mit derFrage:ob des Herrn Befehl geschehen sei?" kommen würde, inden Kalkofen zu werfen. Der Knappe verspätete sich auf dem Gangedahin betend in einer an seinem Wege liegenden Kapelle; sein Anklä-ger war ihm nachgeeilt und wurde statt seiner von den wartenden Ar-beitern in den Ofen geworfen, während der Verläumdete und Un-schuldige auf diese Weise dein Tode entging. Er wurde auch bald alsunschuldig erkannt und zum Ritter geschlagen, zum Andenken derwunderbaren Errettung aber erhielt er zwei Reuten oder Gabeln, diein den Kalköfen zum Anschüren des Feuers gebraucht werden, insWappenschild, und der Helm wurde mit einem gekrönten Brustbilde,in Beziehung auf seinen königl. Herrn, geschmückt. Nach Hübner'shistorischen Fragen, II. S. 328, hat sich diese Geschichte unter einemKönige .von Portugal begeben, der vom Jahre 1279 bis 1325 regierte.