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Kalinowski.
düngen an fremde Höfe zog er das Missfallen des mäclitigen Statthal-ters Grafen v. Schwarzenberg auf sich. Er begab sich nach Hamburgund wurde von da nach Duisburg verwiesen. Von hier rief ihn dergrosse Kurfürst zurück, und er betrieb nun die Angelegenheiten undUnterhandlungen mit der Königin Christine von Schweden. Sein Toderfolgte am 18. Oct. 1644. Er war ein Mann von hellem Geiste undgrossen Kenntnissen, mit denen er den Ton der vornehmen Welt undeine seltene diplomatische Gewandtheit verband.
Kaiinow ski, die Herren von.
Diese altadelige Familie v. Kalinowski-Kalinow blühte schonim 13. Jahrhunderte in Schlesien. Sie zog sich grösstentheils nachl'olen, wo Martin v. Kalinowski das Schloss Kalinow in Siradien er-baute und die Würde eines Castellans dieser Landschaft seit 1413führte. In derselben folgten ihm mehrere seiner Nachkommen, na-mentlich 1442 Laurentius Kalinowski v. Kalinow. Im Jahre 1557 warChristoph das Haupt des Hauses Kalinow. Er hatte fünf Söhne,von denen \ier auf dem Schlachtfelde blieben. Martin von Kali-nowski, der Bruder des Vorigen, erwarb viele Schlösser in Podo-lien. Er schlug beim Flecken Husiatin die eingefallenen Tartaren,und brachte dadurch auf sich und seine Linie den Ehrennamen Kali-nowski-Husiatin. Ein Sohn Martins, Valentin Alexander , Starost vonKaminiec und Braclaw, von den Polen Scharfschwert genannt, liel1621 als General in dem Treffen bei Cecora. Von seinen Söhnenmachte sich Adam als tapfrer Streiter gegen den Halbmond, und Mar-tin als Vermehrer des Anselms seines Hauses bekannt. Er führte dieTitel eines Unter-Kämmerers von Podolien und Castellans zu Kyow,Woywode zu Czernichow. Seine Gemahlin war aus dem erlauchtenlierzogl. Hause der Korczec. — In Schlesien starb Barbara Kali-nowska, die neunzehnte reg. Aebtissin des fiirstl. Jungfrauen - Stifts zuSt. Clara, in Breslau am 25. Februar 1564. — Die Familie besassin dieser Provinz die Güter Lagiewnig, Ileuduck u. s. w. in der freienStandesherrschaft Beuthen, auch soll sie das Schloss und Dorf Kali-now bei Gr. Strehlitz erbaut und besessen haben (jetzt ist es ein Be-sitzthum des Grafen Kenart). In der Gegenwart ist der Landrath desFalkenbergsclien Kreises von Kalinowski auf Hilbersdorf das Haupt derFamilie, seine Söhne dienen in der Armee. Zwei Brüder von Kali-nowski dienten bis zum Jahre 1806 in dem Regiinente von Miiffiingin Neisse. Der ältere schied 1824 als Rittmeister aus dem 10. Land-wehr-Regiment. Er erwarb sich bei Leipzig das eiserne Kreuz. Derjüngere ist Major a. D. und Ritter des eisernen Kreuzes, das er sichebenfalls bei Leipzig erworben hat. In dem Regiinente von Kropf inWarschau standen auch zwei Brüder von Kalinowski, von denen derjüngere gegenwärtig Major und Chef der 14. Division-Garnison-Com-pagnie zu Wesel ist; er hat sich bei Antwerpen das eiserne Kreuzerfochten.
Die von Kalinowski führen im rotlien Schilde einen silbernenPfeil, das Eisen oder die Spitze ist golden. Unter demselben sinddrei goldene Sterne angebracht. Auf dem gekrönten Helme sind dreimit dem Pfeile belegte Straussfedern angebracht. M. s. Okolski, T. 1.p. 515. Sinap., I. S. 499, und II. S. 712. Gaulie, II. S. 509. 11. DasWappen beschreibt von Meding, III. N. 388.
Auch in Oesterreich ist eine Linie dieses Hauses begütert, ausder Severin v. Kalinowski im Jahre 1818 in den Grafenstand erho-ben ward.