Kaibacher — Kaichan.
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pflanzte durch drei Söhne sein Geschlecht fort. — 2) Die altadeligeFamilie Kalb v. Rheinheim in den Rheinlanden. Nicht zu bestimmenvermögen wir, welcher dieser beiden Familien der königl. preuss. Ma-jor ausser Dienst v. Kalb angehört. Derselbe stand 1806 als Cornet iinllusarenbataillon von Bila und machte den Feldzug 1804 in Schlesienund in der Grafschaft Glaz mit. Im Jahre 1813 erwarb er sich^ beiUlferstedt das eiserne Kreuz und war zuletzt Rittmeister und Esca-dronchef im 5. Uhlanenregimente. Früher dienten auch in der Armeezwei von Kalben. Ein Hauptmann v. Kalben stand 1806 bei dem Ite-gimente von Kleist in Magdeburg und wurde 1809 dimittirt. Einanderer war Prem. - Lieutenant und Adjutant im Kürassierregiment vonReitzenstein; im Jahre 1816 schied er mit Majorscharakter aus dein6. Kürassierregiment, und war später Forstinspector in Genthin, aber1826 als Forstmeister pensionirt. Er lebte sodann zu Vienau im Re-gierungsbezirke Magdeburg.
Kalb ach er, die Herren von.
Die Familie von Kaibacher stammt aus Oesterreich. Niklas Kai-bacher war Hauptmann auf Schloss Stahremberg und vertheidigte das-selbe tapfer gegen die Türken. Karl Benedict von Kaibacher warKammerrath des Fürstbischofs Grafen von Schalfgotsch. Sein Adelwurde durch ein Diplom vom König Friedrich II. unter dem 19. Juli1749 erneuert. Von seineu Nachkommen war Ferdinand v. K. Herrdes Gutes Borkendorf bei Neisse, und hjnaz v. Kaibacher Regierungs-Assistent und Justiz-Commissarius bei der fürst!, liechtensteinschenLandes - Amts - Regierung königl. preuss. Antheils in Leobschütz. EinSohn desselben steht gegenwärtig wieder als Justiz-Commissarius undNotarius publicus bei dem fiirstl. liechtensteinschen Fiirstenthumsgewchtzu Leobschiitz. — Die v. Kaibacher führen ein gespaltenes Schild, indem sich oben im blauen Fehle ein Greif zeigt; unten ist das Schildin Roth und Purpur getheilt, in jenem ist eine silberne Lilie, in die-sem sind zwei schräglaufende Flüsse vorgestellt. Auf dem Helme istder Greif wieder angebracht. Die Helmdecken roth und silbern.
Kalcliun, die Herren von.
Das dem Herzogthume Berg ungehörige adelige Geschlecht dervon Kalcliun, Kalkhun oder Kalkun, theilte sich frühzeitig in drei Li-nien; die eine derselben nannte sich v. Kalcliun, ohne einen andernBeisatz, die zweite aber setzte den Namen Leuchtmar, die dritte denNamen Lohausen ihrem Familiennamen bei. Hierher gehört beson-ders die Linie Kalcliun, genannt Yon Leuchtmar. Aus derselben warGeorg Bnmelian v. K., genannt Leuchtmar, der am 5. Deceniber 1589geboren war, und nach grossen Reisen durch die meisten StaatenEuropas in die Dienste des Markgrafen v. Anspach trat. Von die-sem wurde er zu einer Mission an den Berliner Hof gebraucht. Ervertauschte nach des Markgrafen Tode die anspaclischen Dienste mitdenen des Kurfürsten von Brandenburg, wurde Hofmeister des Kur-prinzen Friedrich Wilhelm, und unterhandelte 1625 die Vermählungder Prinzessin Katharina mit Betlem Gabor, Fürsten von Siebenbür-gen, und begleitete dieselbe als Hofmeister nach Kaschau. Bei seinerRückkehr 1628 wurde er Kammergerichtsrath, 1632 Gesandter in Stock-holm, bald darauf in Frankfurt, am 26. Jan. 1633 wirklicher Gehei-mer Rath mit Sitz und Stimme im Staatsrathe. Nach mehreren Sen-