Druckschrift 
3 (1842) I - O
Entstehung
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Kahle Kalb.

Kahle, die Herren von.

Der König Friedrich Wilhelm II. erhob am 4. October des Jahres1786 den Kriegs- und Domainenrath hei der kurmärkischen Kammer,nachmaligen Geheimen Kriegs- und Domainenrath, Conrad ChristianKahle, und den Kanonikus des Stiftes Bonifacii in Halberstadt, Frie-drich Karl Philipp Kalde, Bruder des Vorigen, in den Adelstand. DerDechant von Kahle lebt gegenwärtig zu Freienwalde und wurde imJahre 1836 Bitter des Johanniterordens. Diese Familie führt einsilbernes Schild und in dem untern Theile desselben den Kopf eineswilden Ebers. Am rechten Oberwinkel ist ein gespaltenes blau undgoldenes Quartier angebracht; in der blauen Hälfte stehen fünf Korn-ähren auf grünem Boden, in der goldenen ist ein roth und schwarzgekleideter Bauer, der eine Sense mit silberner Klinge auf der Schul-ter trägt, vorgestellt. Auf dem gekrönten Helme ist ein rother undein schwarzer Adlerflügel angebracht. Der rothe ist mit dem oben nä-her bezeichneten Eberkopfe belegt. Das Schild wird von zwei wildenMännern gehalten und ruht auf einem blauen Fussgestelle, auf demdie Worte:Sub umbra alarum" stehen.

Kalirstcdt (Karstcdt), die Herren von.

Ein altadeliges Geschlecht in den Marken, das namentlich in derPriegnitz sehr begütert war. Hier sind nach Gundling: Neuburg, Seetz-ke, Garlin, Kaltenhof, Glockau u. s. w., alte Besitzungen der vonRahlstedt, die sich in späterer Zeit Karstedt genannt haben. Schonam Anfange des 11. Jahrhunderts kommen Ritter aus diesem Hausevor. Noch in der neuesten Zeit gehörte das Gut Fretzdorf dieser Fa-milie. Ein v. Karstedt auf Fretzdorf war 1806 Stiftshauptmann imheiligen Grabe. Diese Familie führt im silbernen Schilde drei rotheZipfelmützen, und auf dem ungekrönten Helme steht ein verkürztesMannsbild mit schwarzem Ober- und weissem Unterkleide, den Kopfmit einer rothen Zipfelmütze bedeckt. Die Helmdecken sind silbernund roth. Siebmacher giebt dieses Wappen, I. Th. S. 176. Gaulle er-wähnt die v. Karstedt, I. Th. S. 726.

Kai au, die Herren von.

Der grosse Kurfürst erhob am 7. Mai d. J. 1663 den GeheimenLelms - Secretair und Kath Fabian Kalau mit dem Prädicat von Ho-ven in den Adelstand. Von seinen Nachkommen sind mehrere Of-fiziere in der Armee, namentlich der Major und Commandeur des 2.Bataillon vom 1. Landwehrregiment, Ritter des eisernen Kreuzes (er-worben 18)4 in den Niederlanden), und der Hauptmann Kalau v. Ho-ven, aggr. dem 11. Inf.-Regiinent, und commandirt zur Dienstleistungbeim Kriegsministerium. Er ist mit einer Tochter des im Jahre 1835verstorbenen General v. Sanitz vermählt.

Kalb, die Herren von.

Einige adelige Familien fuhren diesen Namen, als: 1) das uralteGeschlecht der v. Kalb auf Kalbsrieth im grossherzoglich sächsischenAmte Alstedt. Sie besitzen den Rittersitz Kalbsrieth seit Jahrhunder-ten. Karl Ferdinand v. K., sächsischer wirklicher Geheimer Rath,