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3 (1842) I - O
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Itzenplitz.

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Itzenplitz, die Grafen und Herren von.

Mehrere alte Historiker leiten das uralte adelige Geschlecht Derv. Itzenplitz oder Nitzenplitz von den alten Grafen v. Hotzenplotz,deren gleichnamiger Stammort das kleine, auf einer österreichischen,nach Schlesien hineinlaufenden schmalen Landzunge, zwischen Neustadtund Leobschiitz liegende Städtchen ist, ab. Wahrscheinlicher aber istes, dass Die v. Itzenplitz zu den Geschlechtern gehören, 'die schonunter Karl dem Grossen, oder Albrecht dem Bären in die Mark ge-kommen sind. Einige Schriftsteller lassen sie in Beziehung auf dieEndigung ihres Namens von den alten wendischen Urbewohnern ab-stammen. Schon vom Jahre 1315 an blüht das Haus Nitzenplitz oderItzenplitz in den Marken. Im Jahre 136L wurden die Vesten Lüde,Henning, Tile, Heimele und Winkle, fünf Gebrüder Nitzenplitz vomKurfürsten Ludwig dem Börner mit Radeinin bei Rathenow belehnt.Dieses Gut ging Li97 an Die von der Schulenburg über. Anna v. Itzen-plitz war 1481 Oberin im Kloster Arendsee.- Im Jahre 1580 warGüntsel v. I. auf Grieben und Besikau bei der kurbrandenburgschenGesandtschaft auf dem Reichstage zu Augsburg. Heins Joachim v. I.starb 1569 als kurbrandenburg. Kriegscommissarius in der Altmark undim Jahre 1739 fiel ein v. I., kaiserl. Generaladjutant, bei Grotzka inUngarn. Am 6. Juli 1798 wurde Friedrich Dietrich Wibrecht Giimtzelv. 1. auf Grieben in der Altmark, und im Jahre 1815 Peter LudwigFriedrich Johann Alexander v. I. auf Bohnitz in den Grafenstand erho-ben. In der Altmark besitzt das nun gräfliche Haus schon seit Jahr-hunderten die Güter Grieben, Bievkau, Jerchel, u. s. w.; später er-warb es auch in der Kur- Mittel- und Neumark ansehnliche Besitzun-gen. Auch war ein Zweig im Cleveschen begütert, wo namentlich Hön-nepel und Ober- und Nieder-Mörmter dem weiter unten näher er-wähnten Generallieutenant August Friedrich v. I. auf Jerchel gehörte,der die genannten Güter im Jahre 1739 vom Könige Friedrich Wil-helm 1. zu Lehn erhielt. In der preuss. Armee haben sich drei Brü-der v. I., aus dem Hause Jerchel, vielen Ruhm erworben. Der Vaterderselben war Balthasar Friedrich v. I. auf Grieben und Jerchel, derin erster Ehe mit Katharine Sophie v. I., und nach deren Tode mitSophia v. Ziethen vermählt war. Der Sohn aus erster Ehe:

August Friedrich v. I. war im April 1693 geb. und wohnte in einemnoch jugendlichen Alter dem spanischen Erbfolgekriege, namentlich derEroberung von Dornick und der Schlacht bei Malplaquet bei. Nachdem Frieden zu Utrecht und dem Feldzuge in Pommern erwies ersich mehrere Jahre hindurch ausserordentlich thätig bei den Werbungenim Reiche, in der Schweiz und in Italien, er verschaffte der Armeeeine grosse Anzahl schöner Leute, und erwarb sich dadurch die beson-dere Gnade Königs Friedrich Wilhelm I., der ihm zu verschiedenen-malen nicht unbedeutende Gnadengeschenke, eine Prälatur zu Caminund die Anwartschalt auf die oben genannten Lehngiiter im Cleveschenertlieilte. König Friedrich II. schenkte dem Obersten v. I. nicht min-der, wie sein Vater, Vertrauen und Werthschätzung; er rechtfertigteauch dieselbe auf die glänzendste Weise durch seine Dienste in denSchlachten bei Mollwitz, Czaslau und Hohenfriedberg. In der letzternSchlacht erwarb er sich an der Spitze des damals v. Hackeschen Infant.Regiments den Orden ponr le merite. Am 5. Decbr. 1750 wurde erGeneralmajor und am 3. Novbr. 1751 Chef des vacant gewordenen Re-giments v. Schwerin. Die Schlachten von Lowositz, Prag und Ross-bach llochten neue Lorbeeren um sein Haupt; bei Rossbach eroberteer mit seiner Brigade eine feindliche Batterie, bald darauf wurde er