Druckschrift 
3 (1842) I - O
Entstehung
Seite
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Jesor Ilgen.

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gerichteten Greif. Auf dem Helme einen Bund und darauf zwischenzwei blauen Büffelhörnern den Greif abgekürzt. Ilelindecken Gold undblau. M. s. Sinapius 11. S. 703. und Gauhe 11. S. 486.

Jesor, die Herren von.

Diese adelige Familie kommt auch oft unter dem Namen von Jeservor. Ihr Stammhaus oder erstes Besitzthum in Schlesien war das GutZedlitz bei Brieg. Aber auch im Oppelnscheii und im Batiborschenwaren sie begütert. Peter und Paul v. Jesor waren 1301 angeseheneKdelleute am Hofe Heinrich des Treuen, Herzogs zu Oels und Glogau.liin Nachkomme Pnuls war Streiiuus Vir Wuyczech Jesor, AssessorJudicii Polonicalis Districtus Trebnicensis. Auyustus Jeser besass1469 Lampersdorf bei Steinau.

Sie führten im silbernen Schilde ein rothes sechsspeichiges Kamm-rad ; dasselbe wiederholte sich auf dem Helme.

Jezierski, die Grafen und Herren von.

Eine adelige Familie in Posen und "VVestpreussen. Ein v. Jezierskiwar 1806 Decan zu Mirscliau in Pommerellen, ein anderer war Cano-nicus beim Cujavischen Domcapitel zu Wraclaweck. Eine Linie diesesHauses ist im Königreich Galizien begütert; aus ihr wurde Hyacintliv. J. im Jahre 1801 in den Grafenstand erhoben.

Ilgen, Herr von.

Der König Friedrich I. erhob am 18. Januar des Jahres 1701seinen hochverdienten Geheimenrath Heinrich Rüdiyer Ilgen, der sichbesonders in den Angelegenheiten, die sich auf die Erlangung derkönigl. Würde bezogen, grosse Verdienste erworben hatte, in denAdelstand. Der Erhobene starb aber am 6. Decbr. 1728 kinderlos,und es erlosch daher die adelige Familie von Ilgen wieder mit ihm.Dieser ausgezeichnete Staatsmann war in Minden geboren, 1097 Re-gierungsrath, 1680 Geh. Legations-Secretair beim Friedens-Congresszu S't. Germain, 1683 Geh. Kaminer-Secretair, 1693 Hofrath, 1699Geheimerrath, 1701 wirklicher Geh. Staatsrath und 1706 Präsidentder Regierung zu Minden. Seine oben schon erwähnten Verdiensteum die Erlangung der königlichen Würde belohnte der Monarch be-sonders durch die Verleihung der Königskrone im Familienwappen.Nach des Grafen v. Wartenberg Verabschiedung leitete von Ilgen dieGeschäfte der auswärtigen Angelegenheiten und viele wichtige, dieAdministration des Innern betreffende Gegenstände. Dieser Ministerbesass das schöne Gut Brietz bei Berlin, und Gundling, einer seinerZeitgenossen, führt ihn als Freiherrn v. Ilgen auf Brietz im LandeTeltow auf. Das ihm verliehene Wappen bestand in einem oben blauen,unten rothen Schilde, das, von einem silbernen, mit drei Rosen be-legten Balken in der Mitte durchzogen war. Im blauen Felde warrechts die oben erwähnte goldene Königskrone und in der Mitte einehalbe französische Lilie vorgestellt. Im rothen Felde standen dreisolche Lilien in einer Reihe. Auf dem gekrönten Helme zeigte sichdie Lilie zwischen zwei, oben rothen, unten silbernen Büffelhörnern.M. s. Klaproth, der wirkl. Geh. Staatsrath, S. 393.v. Zedlitz Adels-Lex. HI. 3