Druckschrift 
3 (1842) I - O
Entstehung
Seite
31
Einzelbild herunterladen
 

Jelinski Jena.

31

Major und Chef eines Garnisonregiments, wurde am 1?. Juni 1694zu Flessow in der Altmark geboren. Er trat 1711 in das RegimentKronprinz von Preussen, wurde im Jahre 1734 Capitain, und daraufmit vielem Nutzen zu Werbegeschäften gebraucht. Im Jahre 1740avancirte er zum Major und zeichnete sich besonders in den erstenschlesischen Kriegen aus, namentlich in der Schlacht bei Sorr, wo eram Kopfe eine bedeutende Wunde erhielt. Im Jahre 1746 ward erzum Obersten befördert und erhielt das v. Bredowsche Garnisonregi-ment. Er erbat sich im Jahre 1764 seinen Abschied, den er auch mitdem Generalmajors-Charakter erhielt und starb vierzehn Tage daraufkinderlos zu Neustadt - Eberswalde am 2S. April 1754.

Adam Friedrich v. J., ein Bruderdes Vorigen, künigl. preuss. General-lieutenant von der Infanterie, Chef eines Regiments zu Fuss, Amts-hauptmann zu Miihlenliof und Mühlenbeck, Ritter des Ordens pour lemerite, Erbherr auf Boritz, Bust und Jeetze, wurde am 26. August1689 zu Flessow geboren und trat im Jahre 1708 als Fahnenjunker indps Regiment Markgraf Philipp Wilhelm, ward 1721 Pr. - Lieutenantlind mit vielem Nutzen zu Werbegeschäften gebraucht. 1784 zum Majorbefördert, erhielt er den Orden pour la generositü. Beim Antritte derRegierung Friedrichs II. ertheilte ihm dieser Monarch statt des ge-nannten Ordens den pour le merite und 1741 das Oberstlieutenants-patent. Im Jahre 1745 zum Obersten avancirt, focht er tapfer nament-lich in der Schlacht bei Kesselsdorf. Zum Beweise der Zufriedenheitschenkte ihm der König die hohe Jagd auf seinem Gute Boritz, erhobihn zum Generalmajor und gab ihm das Regiment la Motte; zugleichertheilte er ihm die Amtshauptmannschaften von Miihlenliof und Miihlen-bech. Beim Ausbruche des dritten schlesischen Krieges erhielt er dennachgesuchten Abschied mit dem Charakter als Generallieutenant undPension. Er war zweimal vermählt; erstens mit,Sophie Wilhelmine, Toch-ter des königl. preuss. Staatsministers v. Viereck, und nach deren Todemit Sophie Marie Charlotte y. Lattorf. Aus erster Eibe wurden ihmein Sohn und zwei Töchter geboren, die jedoch sämmtlicli früher,als er, starben. Sein Tod erfolgte auf seinem Gute Pölitz in der Alt-mark am 10. August 1762. Der Oberstlieutenant und Präses der Ge-wehr-llevisions - Commission v. J. zu Potsdam, stand bis zum Jahre1806 in dem Grenadier-Garde-Bataillon zu Potsdam und starb imJahre 1836. Bis zum Jahre 1806 stand ein l'r.-Lieutenant in demRegiment von Malschitzky, erhielt 1809 als Capitain seinen Abschiedund lebte 1823 in Warkotsch bei Strehlen. In der Gegenwart scheintdiese Familie nicht mehr zahlreich zu sein. Ein Lieutenant v. J. stehtjetzt in dem 4. Kürassierregiment zu Lüben in Schlesien in Garnison.

Das Wappen Der v. Jeetze giebt Siebmacher III. S. 140. Eszeigt den Fuss und die Krallen eines schwarzen Greifes im silbernenSchilde; auf dem Helme liegt eine Wulst, die mit drei Lanzen bestecktist; die Fahne der ersten Lanze ist roth, die der zweiten weiss unddie der dritten ebenfalls roth. Nachrichten über diese Familie fin-det man in Beehr S. 1571, Ritter von Lang S. 394. und Supplem.S. 114. U

Jelinski, Herr von.

Der Senateur v. Jelinski in St. Petersburg ist seit dem Jahre 1786königl. preuss. Kammerherr.

Jena, die Freiherren nnd Herren von.

Dieses uralte seit dem 13. Jahrhunderte bekannte, ritterliche undzum 'I heil freiherrliche Geschlecht stammt aus Thüringen, aus dem