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3 (1842) I - O
Entstehung
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Jcctz (Jeetze).

Jectz (Jeetze), die Herren von.

Die Familie v. Jeetz gehört zu den altadeligen Geschlechtern derAltmark, wo auch ihr gleichnamiges Stammhaus Jeetze lange Zeitenhindurch in ihren Händen war. Nach mehreren Autoren haben diev. J. gleiche Abstammung mit den ebenfalls der Altmark angehörendenHerren von dem Knesebeck; von Gundling fuhrt sie als Besitzervon Hohenwnlsche und Bnst in derselben Landschaft gelegen, auf,während auch Boritz, Döllnitz und Jeetze als Eigenthum der Familieaufzuführen sind. Pauli giebt in dem Denkmal des Adam Friedrichv. Jeetze, das in seinemLeben grosser Helden" im 10. Tlieile steht,eine Geschlechtstafel Der v. J., nach der Daniel v. J. auf Jeetze am2S. Septbr. 1014 gestorben ist. Sein mit Felicia v. Gartow, ausdem Ilause Berkow, gezeugter Sohn, Samuel v. J., ererbte die väter-lichen Güter, und dessen mit Ilsabe v. Einwinket erzielter SohnSamuel Gabriel v. J. erwarb mehrere Güter zu dem väterlichen Erbeund war mit Hippolyta v. Bertlcow, aus dem Hause Bertkow, ver-mählt. Aus dieser Ehe wurde Adam Friedrich v. J., Herr aufBoritz, geboren, welcher mit Hedwig Elisabeth v. Eichstedt vermählt,der Vater des unten näher erwähnten Generallieutenants Adam Friedrichv. J. wurde. Aus der Ehe des Joachim Parum v. J. mit DorotheaElisabeth v. Vintzelberg war der weiter unten mehr erwähnte General-Feldmarschall Joachim Christoph v. J. geboren. Im preuss. Heerehaben sich folgende Mitglieder aus diesem Hause besonders ausge-zeichnet und sind zu hohen militairischen Würden gelangt:

Joachim Christoph v. J., der als königl. preuss. Generalfeldmarschall,Gouverneur von Peitz, Bitter des schwarzen Adlerordens, Chef einesRegiments zn Fuss, Amtshauptmann zu Wolmirstedt und Wanzleben,Senior des Hauses, Erbherr auf Hohenwulsch, Büst, Boritz, Dölnitzu. s. w. starb. Er ward am 16. Septbr. 1673 zu Hohenwulsch, einemseinem Vater Joachim Parum v. J. gehörigen Gute, geboren, wurdeim Jahre 1086 Page bei dem Kurfürsten Friedrich Wilhelm und tratsodann als Freiwilliger in das Regiment Markgraf Philipp. Hier zeichneteer sich bei vielen Gelegenheiten aus und wurde im Jahre 1704 in demTreffen bei llüchstädt in den Unterleib durch eine Kugel, die nichtentfernt werden konnte, und welche er mit ins Grab nahm, verwun-det. Nach und nach die subalternen Grade durchlaufend, ward er imJahre 1712 Major, 1715 Oberstlieutenant, 1719 Oberst, erhielt 1733das erledigte Regiment von Thiele, und wurde 1737 Generalmajor.Nach der Schlacht von Mollwitz erhielt er das Generallieutenants-Pa-tent und kurz darauf den schwarzen Adlerorden; auch bestellte ihnFriedrich der Grosse zum Gouverneur von Peitz und Amtshauptmannvon Wolmirstedt und Wanzleben. In der Schlacht bei Czaslau 1742wurde ihm das Pferd unterm Leibe getödtet und er blieb unter denTodten liegen, ward aber wieder glücklich gerettet und konnte denFeind noch verfolgen. Im Jahre 1745 zum General der Infanterie be-fördert, wurde er 1747 Generalfeldmarschall. Er war mit DorotheaSophie von Borstel, aus dem Ilause Gr.- und Kl.- Schwarzlose, ver-mählt, in welcher Ehe ihm vier Söhne und eine Tochter geborenwurden. Dieser berühmte Mann starb zu Potsdam am 11. September1752. Karl Wilhelm v. J., ein Sohn des Vorigen, wurde am 1. Juli1710 zu Mantua in Italien geboren, und starb zu Berlin als Oberst-lieutenant, Hauptmann des ersten Bataillons Garde und Commandeureines Grenadier-Bataillons, mit Hinterlassung zweier Söhne ausder Ehe mit Dorothea Sophie, Tochter des Generallieutenants v. Ein-siedel, am 7. Mai 1753. Hans Christoph v. J., königl. preuss. General-