Druckschrift 
3 (1842) I - O
Entstehung
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Jeanncrct Jeclincr.

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sen drei obere Spitzen mit blauen Lilien besteckt waren. So be-schreibt v. Meiling III. No. 397 dieses Wappen, und Siebmacher giebtes III. S. 156. JViicraelius erwähnt die Familie S. 493, Gaulle aberII. S. 483.

Jeanncrct, Herr von.

Bion. Franciscus Scipio de Jeanneret war 1763 in Schlesien ge-boren und wurde als Capitain und Gouverneur in der ecole militairevom König Friedrich Wilhelm II. geadelt. Beim Ausbruche der Rhein-campagne wurde er dem damaligen Generallieutenant Erbprinzen zuHohenlohe als Adjutant beigegeben. Mehrere Jahre hindurch war erdem Husarenbataillon Bila in Anspach aggregirt, dann im Jahre 1805kam er als ältester Major zu dem liegiinente Towarczy. 1812 com-mandirte er als Oberst die 2. Brigade im Yorkschen Corps, 1813aber führte er unter dem Generalmajor v. Wobeser die Cavallerie andie Oder und zeichnete sich bei vielen Gelegenheiten aus. 1814avancirte er zum Generalmajor und commandirte 1815 die Reserve-Cavallerie bei der Rheinischen Landwehr. In demselben Jahre trat erin den Pensionsstand und lebte später zu Landsberg a. d. W., woselbster am 19. Juni 1828 gestorben ist. Es wurde dem in den Adel-stand Erhobenen folgendes Wappen beigelegt. Eine silberne Burg mitzwei Seitenthiirmen, die goldene Pforten haben, und deren Zinnen mitgoldenen Lanzen besteckt sind. Auf der Zinne des mittleren Haupt-thurmes weht eine goldene Fahne, mit silbernen Fransen besetzt. DasSchild selbst ist roth, unter der Burg liegt ein goldener Pfeil. DasSchild ist von einer, von zwei wilden Männern gehaltenen Krone be-deckt. Jeder der wilden Männer trägt eine goldene Lilie an einemlangen goldenen Stengel, in der blossen Hand.

Jecliner, die Freiherren von.

Ein rheinisches altes Ritter-Geschlecht, welches in der zumRegierungsb. Cüln gehörigen Standesherrschaft Gimborn das RittergutHachenberg bei Neustadt besass. Aus demselben gelangte Johann JosephFreiherr v. Jecliner zur Würde eines Preuss. General-Majors. Erwar im Jahre 1749 auf dem adeligen Gute Hackenberg in der vor-maligen gräflich Wallmodenschen Herrschaft Gimborn-Neustadt geboren,trat 1763 als Junker in das Infanterie-Regiment v. Wollfersdorf zuHamm ein, und durchlief in demselben alle Grade bis zum Oberst-lieutenant und Commandern- desselben. Er machte von 1787 bis 1806alle Feldziige in demselben mit, erstieg 1794 in der Belagerung vonMainz zuerst die Zahbacher Schanze und erhielt 1798 den Militair-Yerdienstorden. Nach der Auflösung seines Regiments ging der Ver-ewigte im Jahre 1807 zu dem Armeecorps in Schwedisch Pommern,welches unter den Befehlen des General-Lieutenants v. Blücher stand,und wurde mit mehreren militairisqhen Aufträgen beehrt. Im Jahre1813 wurde er zum Obersten, bald darauf zum Generalmajor und zumChef der Militair-Organisation im Herzogthume Berg ernannt. Nachdem Frieden 1815 trat er in den Ruhestand mit Pension, nachdemer 52 Jahre hindurch seinem Könige die treuesten Dienste geleistethatte, und starb nach langen Leiden am 22. Decbr. 1820, als derletzte seines alt- ritterlichen Geschlechts, zu Düsseldorf.