Jagow.
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Stätte auf einer Anhöhe des Kirchhofes seines heimathlichen OrtesCriideir. Die Wittwe des Verstorbenen, geb. y. Heinitz, war mehrereJahre hindurch Obersthofmeisterin bei Ihrer künigl. Hoheit der Prin-zessin Wilhelm v. Preussen, und die Tochter desselben, Sophie, ist seitdemWonat August 1836 Wittwe des Grafen Heinrich Wilhelm v. Schlielfen.
Von den noch lebenden:
Wilhelm v. Jagow, ein jüngerer Bruder des Vorigen, gegenwärtigkönigl. General der Infanterie a. D., Chef des 26. Infanterie - Regiments,Kitter des schwarzen Adlerordens, des Ordens pour le merite mit Ei-chenlaub, des eisernen Kreuzes erster Klasse,, Domherr zu Brandenburg.Er stand, wie sein Bruder, bis zum Jahre 1806, wo er Stabs - Capitainwar, in dem Regimente des Königs zu Potsdam, wohnte mit der gröss-ten Auszeichnung den Feldzügen bei, wurde im Jahre 1809 Major undCommandern - des Gardejäger-Bataillons und 1813 General und Briga-dier der Infanterie; in der Schlacht bei Leipzig erwarb er sich daseiserne Kreuz erster Kl., coininandirte sodann vor Erfurt und führte dieunter seinem Befehl stehenden Truppen im Januar 1814 der Armee inFrankreich nach, wo er namentlich bei Rheims zweimal hitzige Kämpfesehr ehrenvoll bestand. Im Jahre 1815 erwarb er sich bei Compiegneden Militair-Verdienstorden mit Eichenlaub, nach dem zweiten PariserFrieden coininandirte er als Generallientenant eine Division zu Erfurt,und nach dem Abgange des Feldmarschalls Grafen Kleist v. Nollendortwurde er conimandirender General des 4. Armeecorps. Se. Majestätertheilte ihm im Jahre 1825 den rothen Adlerorden erster Kl., im Jahre1836 feierte der hochverdiente General sein 50 jähriges Dienstjubiläum.Kr wiederholte bei dieser Gelegenheit das Gesuch um seinen Abschiedund erhielt denselben unter den Versicherungen der allerhöchsten Gnadeund der Anerkennung seiner geleisteten langen treuen Dienste. Ingleichem Grade nahm der hochverehrte General die Liebe seiner Unter-gebenen und die Verehrung aller Derer, die mit ihm während seineslangen Wirkens in Geschäftsberührung gekommen waren, mit in dasPrivatleben, in welches er sich nach einer so ehrenvoll durchlaufenenBalm zurückgezogen hat. Er lebt gegenwärtig zu Brandenburg undist unvermählt.
lin Jahre 1806 dienten zwölf Offiziere ans dieser Familie in derArmee. — In dem Regiment des Königs stand damals ein Pr. Lieu-tenant v. Jagow; er blieb im Jahre 1815 als Major und Bataillons -Commandeur im Elb- Landwehr- Infanterie-Regiment auf dem Feldeder Ehre. — Ein anderer von Jagow stand bis zum Jahre 1806 in demKürassier-Regiment v. Balliodz; er starb im Jahre 1813 im zweitenDragoner-Regiment den Tod fürs Vaterland. — Ein Lieutenant v.Jagow im Regiment Alt-Larisch war schon im Jahre 1806 vor demFeinde gefallen. — Der Major v. J., gegenwärtig a. D., erhielt im Jahre1814 das eiserne Kreuz zweiter Kl.
Das Wappen der Familie v. Jagow enthält im silbernen Schildeein rotlies sechsspeicliiges Rad. Auf dem Helme liegt ein Bund, aufdem ein weisser Dachs vorgestellt ist, der an den Ohren mit zwei hin-ten überhängenden goldenen Lilienstäben besteckt ist. Dieses Wappengiebt Siebmacher unter den Braunschweigschen 1. S. 183, v. Medingbeschreibt es I. No. 382. Hersenius hat eine Geschichte Der von Ja-gow bekannt gemacht. Nachrichten über diese Familie giebt Gaulle I.S. 696. u. f., v. Kroline II. S. 152 — 154. Grundmann, S. 43.Lentzens diplomatische Stiftshistorie p. 97. Küsters Brandenburg. Bib-lioth. pag. 727.,