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3 (1842) I - O
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Jagow.

der Major und Johanniterritter v. J. das Gut Riistädt bei Wilsnack.In Pommern ist eine schon im Jahre 1243 daselbst blühende Linie die-ses Hauses ausgestorben. Eine andere besass noch in neuerer ZeitGüter im greilfenbergschen Kreise, namentlich Ilorchtrd Hartwich v.Jagow, königl. Oberst, den Rittersitz Kopplin, der nach seinem im Jahre1773 erfolgten Tode auf einen seiner Söhne Friedrich August v. J., über-ging. Johanny. J. war 1(319 Domdechant zu llavelberg. Schon der imJahre 1396gestorbene Hermann v. Jago war zuerst Land voigt in Prenzlau,nachmals Statthalter der Mark Brandenburg. Hans v. Jago warOberster und Hofmarschall des Kurfürsten Johann zu Brandenburg und Gebhard v. Jago stand im Anfange des 1(1. Jahrhunderts in der Würdeeines Hauptmanns der Altmarlc. Alle Drei werden zugleich als be-rühmte Kriegshelden geschildert. Zu den merkwürdigsten Mitglie-dern dieses alten berühmten Geschlechtes gehört Matthias v. Jago, dererstere lutherische Bischof von Brandenburg; durch Lehre und Bei-spiel beförderte er die Verbreitung der lutherischen Lehre in der Mark.Kr starb im Jahre 1544. Dienemann in seinen Nachrichten vomJohanniterorden giebt S. 344 und No. 55. Nachrichten und eine Stamm-tafel Der v. J. Sie beginnt mit Achats v. J. auf Aulosen, Scharfen-hufe u. s. w., der mit Katharine v. IClitzing vermählt war. SeinSohn Erasmus Dietrich v. J. hatte Karoline v. Wulfen zur Gemahlin.Aus dieser Ehe war Matthias v. J., der mit Charlotte v. Stechow ver-mählt war. Ein Sohn von ihm war Werner v. J., Landrath undKanonikus zu Magdeburg und vermählt mit Ursula v. J., er erhielt.denRitterschlag zu Sonnenburg, wie nachmals viele andere Sühne diesesalten Hauses, namentlich Matthias Friedrich v. J., auf Aulosen in derAltmark , introducirt den 21. Mai 1798 als Comthur zu Werben..Die letzte Aebtissin des im Jahre 180§ aufgehobenen adeligen Jung-fräuleinstiftes zu Wolmirstädt war ein Fräulein v. J. Im preuss. Staats-dienste belindet sich in der Gegenwart der Landrath des OsterburgerKreises v. J. auf Crewese, Ritter des Johanniterordens. In der Armeehaben eine grosse Anzahl von Mitgliedern der Familie gedient, vondenen wir hier nur von den Verstorbenen anführen:

Ludwig Friedrich Andreas Gunther v. Jagow, geboren zu Crüdenam 21. Febr. 1770. Er war der Sohn des v. J. auf Crüden und einerFreiin Edlen Gans v. Puttlitz, aus dem Hause Wolfshagen, und thatso wie sein Vater und sein weiter unten erwähnter Bruder in dem Regi-ment, damals Kronprinz, nachmals König von Preussen in Potsdamdie ersten Schritte auf der militairischen Laufbahn. Im Jahre 1792wurde er Adjutant Sr. königl. Hoheit des Kronprinzen, jetzt regieren-den Königs Friedrich Wilhelm III., nach höelistdessen Kronbesteigunger FKigeladjutant ward. In dieser Anstellung blieb er unausgesetzt inden Tagen des Unglücks, wie des Glücks, an der Seite des Monarchen.Nach dem Tilsiter Frieden ernannte ihn Se. Majestät zum Vice-Stall-meister und 1S09 zum wirklichen Oberstallmeister; zugleich erhielter eine l'räbende des Domstiftes zu Brandenburg, dessen Seniorer später wurde. In den Jahren 1812 folgte er seinem Monarchen wie-der, in der Würde eines Generalmajors und General-Adjutanten, aufdie Schlachtfelder, dann auf den Reisen nach Paris, London und Wien.Nach dem Frieden trat er in das Verhältniss als Oberstallmeister undChef sämmtlicher Ober- und Landgestüte zurück, und sein Wirkenwar durch den besten Erfolg gekrönt. Seine Brust schmückten ausservielen fremden Decorationen der rothe Adlerorden 1. Kl., so wie auchdas eiserne Kreuz erster und zweiter Klasse. Leider litt er aber anorganischen Fehlern, die seine Gesundheit im kräftigsten Mannesalterzerstörten, und so starb er im 50. Jahre seines Alters, von seinen Um-gebungen betrauert. Seine irdischen Ueberreste ruhen in geweihter