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Die Wappenrolle von Zürich : ein heraldisches Denkmal d. 14. Jahrhunderts in getreuer farb. Nachbildung d. Originals mit d. Wappen aus dem Hause zum Loch
Entstehung
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Wappen zugrunde gelegt, dergestalt, dass der Zeichner die Kopien nach dem Stil und der Grösse der Original-wappen überarbeitete. Dieses Vorgehen wurde in der Neuausgabe nicht befolgt; die Umrisse sind auf photo-graphischem Wege verkleinert festgehalten und die Farben denjenigen der Kopien möglichst angepasst.

Die Kopie Bernhausers, bezeichnet Ms. H 60 der Zentralbibliothek in Zürich, Grossfolio, kartoniert mitrotgelbem Papierüberzug, besteht aus dickem Papier mit zwei verschiedenen Wasserzeichen von 69 Blättern,von denen das erste und die beiden letzten unnumeriert sind; die beiden Vorsatzblätter bestehen aus jüngeremPapier mit anderem Wasserzeichen. Am oberen Rande des ersten (unnumerierten) Blattes der eigentlichenHandschrift hat Amtmann Dr. Scheuchzer die Angabe hingesetzt:

„Das Original von dieser Membrana Heraldica ist von mir auf lobliche Burger-Bibliothec verehrt worden,allwo selbige in dem Repertorio C. in einer Schachtel aufbewahrt wird. Copia."

Flüchtiger ist mit hellerer Tinte von anderer Hand darunter gesetzt: „Heraldica Membrana." Hinter demletzten Wappenblatte (67) ist ein Folioblatt von gröberem Papier und mit einem neuen Wasserzeichen ein-geklebt; es trägt von der auch sonst in den Beständen der Stadtbibliothek häufigen Hand des in der mittel-alterlichen Geschichte, Heraldik und Genealogie der Schweiz wohlbewanderten zürcherischen StaatsmannesJohann Heinrich Schinz (172 5 -1800) folgende Angaben:

„Dises Waappenbuch ist getreulich copiert aus einem pergamentenen, mit Farben gemahlten Rodel,der 12 y 2 franz. Fuß lang und 4 y 2 Zohl breit. Auf jeder Seite sind zwey Reihen Waapen mit Schild und Helm.Es sind aber ungefehr 2 y 2 Fuß abgerißen, die etwan 108 Waappen enthalten haben. Die Schrift ist die ...von der Mitte des XIIII. Saeculi. Der Rodel gehörte ehemahls Hrn. Dr. Jac. Scheuchzer und ist von seinemNeveu Hrn. Dr. u. Amtm[ann] Scheuchzer der Bibliothec verehrt worden.

da

fehlen

In der ersten Linie sind die Waappen von .

1-115.

JI 5-

—

abgerißen

116-143.

—

28.

2 te Linie sind

144-260.

117.

—

abgerißen

261-289.

—

29.

andere Seite erste Linie abgerißen

290-315.

—

26.

abgezeichnet

316-423 a

109.

—

2 te Linie abgerißen

526-551.

—

26.

abgezeichnet . . .

452-525-

HO 1 ).

552-587.

Appendix geistlicher Fürsten

425-451.

22 2 ).

—

478.

fehlen I °9 1 )-

587.

NB. Die mit [o] bezeichneten Waapen haben im Original keine Nammen."

Am untern Rande steht mit schwärzerer Tinte und wohl kaum von derselben Hand: „Bernhauser pinxit".

Der hier genannte Maler ist Hans Conrad Bernhauser aus einem noch blühenden zürcherischenBürgergeschlecht. Er lebte 1698 bis 1761 3 ), verehelichte sich 1727 mit Anna Maria Waser (f 1738) und 1739 mitDorothea Zundel (f 1775), ein Sohn des Weissgerbers Hans Conrad Bernhauser und der Anna von Birch.Weiteres über seine Malertätigkeit und seine Beziehungen zu den Scheuchzern ist nicht bekannt, daher auchnicht feststellbar, ob Bernhauser noch zu Lebzeiten und im Auftrage des Besitzers der WR Dr. J. J. Scheuchzers(f 1733) die Kopie erstellt hat; der Burger- oder Stadtbibliothek ist sie vor 1771 zugekommen. Sicher mussdie Kopie vor 1761, das Todesjahr Bernhausers, fallen, kann also noch den Jahren von 1746 an zugehören,in denen Prof. Joh. Jakob Bodmer mit J. J. Breitinger die ManesseHs aus Paris studierte, ausbeutete undbekannt machte.

Bernhauser liess mit wenigen Ausnahmen auf der Vorderseite der mit 1-67 numerierten Blätter sich je3 Wappen in 3 Reihen folgen, also 9 auf jedem Blatte; die Ausnahmen rühren vom Auslaufen der Vorderseitedes Streifens IV (f. 16 u. 33) und der Rückseite der Streifen III (f. 40 u. 67) sowie II (f. 48 v u. 6o v ) her. Sämt-liche Wappen und Banner sind durchnumeriert von 1 bis 587. Es ergibt sich folgende Reihenfolge:

*) Mit Bleistift verschlimmbessert in 109.

2 ) Ebenso in 28.

3 ) 1756 wohnhaft im Hause zum Paradiesvogel, Niederdorfstr. 43, das dem ebenfalls daselbst wohnhaften Färber Zundelgehörte (Mitt. von Dr. A. Corrodi-Sulzer).

LXX

Einleitung ZWR